Gruft sorgt für dicke Luft
Riesige Kapellengruft am Annabichler Zentralfriedhof in Klagenfurt regt auf. Stadt liegt Änderungsantrag vor: Die Außenfassade soll rot werden.

Foto © Oberlerchner"Luxusbau" am Annabichler Friedhof: Bis Montag war das Eck für Fußgänger nicht passierbar
Geschmäcker sind ja verschieden - vor allem, was die Wahl von Grabmälern betrifft. Am Annabichler Friedhof in Klagenfurt erregt ein "Betonklotz" die Gemüter zahlreicher Bürger. Denn inmitten von Einzelgräbern lässt der Russe Aleksandr Omatov seine riesige Luxus-Kapellengruft errichten.
Bereits 2008 gab es von der Stadt dafür grünes Licht. Damals war noch Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) dafür zuständig: "Ich habe das Projekt mit Bauchweh im Senat präsentiert. Da rechtlich alles in Ordnung war, folgte ein einstimmiger Beschluss." Doch das Aussehen entspreche nicht den damaligen Plänen: "Die Grundfläche von sechs mal sechs Metern ist gleich geblieben, doch die Form hat sich definitiv geändert."
Prüfung
Der Stadt ist das Problem bekannt. "Abgesehen davon, dass so ein Betonkoloss unpassend ist, hagelt es Anrufe von Bürgern, die sich über die Größe des Baus beschweren. Jetzt prüfen wir, ob zu groß gebaut wurde", so Friedhofsreferent Wolfgang Germ (FPK). Außerdem war bis gestern der Weg zu den Gräbern im Bereich der Baustelle versperrt. "Wir haben mit der Baufirma vereinbart, dass die Wege in Gehbreite frei bleiben", so Germ.
Der Abteilung Stadtplanung liegt jetzt ein Änderungsantrag vor: Die Fassade soll rot werden. "Das passt nicht ins Friedhofsbild. Es muss dezenter sein", so Mathiaschitz. Diese Entscheidung obliegt der Baubehörde. Omatov war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar.












