Haider-Ausstellung bringt Minus-Rekord
2009 kamen 10.328 Besucher ins Bergbaumuseum: das schlechteste Jahresergebnis seit 2001. "Grund des Rückgangs ist, dass es bis zur Haider-Ausstellung keine andere Sonderschau und keine Werbung gab", erklärt Leiter Gerhard Finding.

Foto © RAUNIG Nach einem Jahr geht die Haider-Ausstellung am 2. Oktober zu Ende
Im Zahlen-Dschungel aus Schätzungen und Hoffnungen sind Statistikfakten ein guter Rettungsanker. Mal sollte die Haider-Ausstellung 85.000 Euro kosten, mal 38.000. Die Veranstalter träumten von 20.000 bis 80.000 Interessenten. Bereits einen Monat nach dem Beginn der Ausstellung am 10. Oktober 2008 sprach der Klagenfurter Kulturstadtrat Albert Gunzer (FPK) von annähernd 5000 nachgewiesenen Besuchern.
Die Statistik weiß es besser
Doch die Statistik weiß es besser. Bis Ende 2009 - in den starken ersten zweieinhalb Monaten und erst sieben Wochen nach Gunzers Erfolgsmeldung - hatten 4181 Personen den Weg in die Ausstellung gefunden. "Nicht schlecht für ein kleines Museum", sagt der Leiter Gerhard Finding. Für sein Museum nicht, für das Thema "Jörg Haider" nur ein Jahr nach dessen Tod hingegen schon. Doch das ist nicht alles. 2009, als die Haider-Ausstellung aufsperrte, kamen so wenige Menschen in das Bergbaumuseum wie seit 2001 nicht mehr. Damals waren es 9831 Besucher, im Haider-Jahr kaum mehr, nämlich 10.939. Von 2002 bis 2008 aber pilgerten jährlich zwischen 11.095 und 38.885 Personen in das Museum am Kreuzbergl.
Grund des Rückgangs
"Grund des Rückgangs ist, dass es bis zur Haider-Ausstellung keine andere Sonderschau und keine Werbung gab", erklärt Finding. Zudem war das Museum in der Vorbereitung einen Monat geschlossen. "Ich weiß trotzdem nicht, warum Haider nicht zieht", sagt Finding mit Blick auf die frischen Daten. Bis heuer, 12. September, kamen 6147 Neugierige, insgesamt waren es 10.328. "Nicht einmal GTI- oder Harley-Treffen haben sich ausgezahlt, obwohl Haider Harley-Präsident war." Gerechnet habe sich die Ausstellung trotzdem, "weil Silbermünzen, Bücher und Kalender gut verkauft wurden", so Finding. Auch mit den Besucherzahlen soll es aufwärts gehen: "Im Schnitt 50 am Tag, am Wochenende 160. Wohl, weil die Ausstellung am 2. Oktober endet."
Endgültig!












