"Die Luft ist da ziemlich dünn"
Basketball-Nachwuchshoffnung Rasid Mahalbasic wechselt zum türkischen Top-Klub Fenerbahçe Ülker, der Basketball-Abteilung des Istanbuler Großklubs.

Foto © GEPARasid Mahalbasic
Mit Ihrem Transfer zu Fenerbahçe Istanbul wurden Sie quasi über Nacht zum teuersten österreichischen Basketballer aller Zeiten.
RASID MAHALBASIC: Ja, das stimmt wohl, ist aber nicht so wichtig. Ich wollte mich vor allem sportlich weiterentwicklen.
Das dürfte Ihnen doch geglückt sein.
MAHALBASIC: Jetzt muss ich mich erst einmal beweisen. Fenerbahçe spielt mit drei Ex-NBA-Spielern. Da ist die Luft ziemlich dünn. Aber sie arbeiten extrem professionell, das habe ich bereits bei meinem Probetraining gemerkt.
Woran?
MAHALBASIC: Nichts wird dem Zufall überlassen. Am Court und auch in der Freizeit. Die Betreuer lesen dir jeden Wunsch von den Augen ab. Andererseits steht in meinem Vertrag, dass ich jeden Tag bis Mitternacht zu Hause sein muss. Und: Wer sich in einem Spiel nicht an das System hält, zahlt 5000 Euro Strafe. Die Talente-Sucher des Teams wussten jedes Detail über mich.
Sie haben die Basketball-WM vor Ort in der Türkei erlebt.
MAHALBASIC: Stimmung und Begeisterung für den Sport sind ein Wahnsinn. Bei Fenerbahçe spielst du vor über 10.000 fanatischen Fans. Das ist schon ein Unterschied zu den 500 Zuschauern hier in Österreich.
Stichwort: Wörthersee Piraten.
MAHALBASIC: Ich habe mein ganzes Leben für sie gespielt. Trainer wie Emir Osmanovic, Dragan Sliskovic und Mathias Fischer haben mich zum dem Spieler gemacht, der ich heute bin. Auch meinen Manager Admir Fazlic kenne ich von den Piraten.
Die Vorbereitung beginnt bereits am Samstag. Ihr Ziel?
MAHALBASIC: Einfach alles aus mir herausholen und zeigen, dass ich einen Platz im Team unbedingt haben will. Auf diesem Niveau gibt es keine Ausreden oder schlechten Tage mehr.
Features
Zur Person:
Rasid Mahalbasic, geboren am 7. November 1990, Schuhgröße 48, 2,09 Meter, 110 Kilogramm.
Karriere. Der Center spielt seit seinem neunten Lebensjahr bei den Piraten und durchlief in Klagenfurt alle Nachwuchsteams.
Fenerbahçe. Der türkische Großklub ist EuroLeague-Teilnehmer.















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