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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2010 um 20:16 UhrKommentare

Stadt nimmt sich Armer an

Rund 6000 sozial schwache Klagenfurter sind berechtigt, Leistungen wie den Hilfsfonds oder Sozialfonds in Anspruch zu nehmen. Neues Projekt "Geldmittelverwaltung" ist in Arbeit.

Eine Scheidung, eine neue Wohnung oder der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes - das sind nur einige Faktoren, die einen von heute auf morgen an den finanziellen Abgrund treiben können. Um die Betroffenen ein wenig aufzufangen, bietet die Stadt Klagenfurt unter anderem den Sozialfonds, Hilfsfonds, Heizkostenzuschuss und Wasserscheck an. Derzeit arbeitet die Stadt mit der "Sozialinitiative Klagenfurt" bereits an einem neuen Sozialprojekt.

"Rund 6000 Klagenfurter sind berechtigt, die freiwilligen Leistungen der Stadt in Anspruch zu nehmen. Wie viele es genau sind, ist schwer zu sagen. Denn manche kommen jedes Jahr, andere überhaupt nie", sagt Sozialreferent Bürgermeister Christian Scheider (FPK). Bis zu 100 Euro können Klagenfurter, die in einer Notsituation sind, aus dem Sozialfonds bekommen. Einkommensnachweis und Ausgabenbelege sind dafür erforderlich. "Heuer waren es schon 278 Fälle", sagt Scheider.

Unterstützend gibt es aus dem Hilfsfonds bis zu 30 Euro, wobei hier jeder Fall wieder extra bewertet wird. Zusätzlich werden Kontakte zu anderen Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel zur Caritas, vermittelt. "Im Vorjahr haben um die 360 Klagenfurter diese Hilfe in Anspruch genommen." 3259 Mal wurde im vergangenen Jahr der Heizkostenzuschuss von 21,50 beziehungsweise 18 Euro ausbezahlt und für den Wasserscheck liegen bis jetzt schon 134 Anträge zu je 30 Euro vor.

Geldmittelverwaltung

Da aber die Zahl der Sozialschwachen nicht abnimmt, sondern eher zunimmt, arbeitet die Stadt gemeinsam mit der "Sozialinitiative Klagenfurt" an dem neuen Projekt "Geldmittelverwaltung". Ziel ist es, ein zentrales Kompetenzzentrum für den Bereich Schuldnerberatung, Geldmittelverwaltung und Prävention zu schaffen. Dabei stehe nicht die einmalige Hilfestellung im Vordergrund, sondern die fortlaufende Betreuung. "Wir wollen die bestehenden Angebote der Volkshilfe, des Bürgerservices der Stadt und die der Sozialabteilung miteinander verknüpfen", so Scheider. Demnächst werden Gespräche mit Volkshilfe, Bürgerservice und Sozialabteilung geführt, um "das Ganze bald ins Laufen zu bringen".

KERSTIN OBERLECHNER

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