123.500 Euro über Grenze geschmuggelt
Ein Jahr Haft für Geldwäsche, so das Urteil für einen Montenegriner. Er hatte 123.500 Euro im Auto versteckt und nach Österreich gebracht. Das Geld soll von einem Suchtgifthandel stammen. Der Angeklagte bestreitet und gibt an, es ausgeliehen zu haben.

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Wegen Geldwäsche ist am Montag ein 40-jähriger Montenegriner am Landesgericht Klagenfurt zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Er soll im September vergangenen Jahres 123.500 Euro, die von einem Suchtgifthandel stammen sollen, in seinem Auto versteckt und nach Österreich transportiert haben. Der Mann bestätigte zwar, den Betrag besessen zu haben, jedoch habe er sich das Geld ausgeliehen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Existenz aufbauen
Der gelernte Elektriker wollte sich seinen Angaben zufolge mit dem Geld in Österreich eine Existenz aufbauen und seine Schulden zurückzahlen. Während einer routinemäßigen Fahrzeugkontrolle der Polizei wurde der Mann mit seinem Pkw auf der Autobahn am Weg Richtung Wien aufgehalten. Dem 40-Jährigen wurde der österreichische Führerschein entzogen, er hat außerdem in Österreich Aufenthaltsverbot. Die Beamten ließen zudem das Auto von einem Drogenspürhund durchsuchen. Dieser schlug erfolgreich an, die Polizei entdeckte in einem Hohlraum im Auto 123.500 Euro, verpackt in zwei weiße Plastiksäcke. In dem Hohlraum sollen laut Hundeführer zuvor bereits Drogen versteckt gewesen sein. "Ich habe mir das Geld von einem Bekannten geborgt. Ich wollte damit in Wien Wohnungen kaufen, diese renovieren, wieder verkaufen und mit dem Erlös meine Schulden bezahlen", sagte der Angeklagte vor Richterin Sabine Rossmann. Über einen Mittelsmann und zwei Kuriere sei ihm das Geld auf einem Parkplatz in Udine übergeben worden. Aus Angst, es könne ihm auf der Fahrt nach Wien gestohlen werden, habe er das Geld im Auto hinter einer Seitenverkleidung versteckt.
Geldgeber als Zeuge
Der Geldgeber, ein 52-jähriger Geschäftsmann aus Sarajevo, bestätigte als Zeuge diese Geschichte. Jedoch kenne er den Angeklagten nicht und hätte seinem Freund, dem Mittelsmann, vertraut, dass das Geld gut investiert sei. Vom Erlös aus dem Wohnungsverkauf hätten alle drei Männer profitieren sollen. Auf die Frage, warum das Geld nicht über die Bank überwiesen worden sei, sagte der Zeuge dasselbe aus wie der Angeklagte: "Die Banken in Bosnien sind zu unsicher." Für Rossmann war diese Geschichte unglaubwürdig. "Es ist völlig lebensfremd, jemandem so viel Geld zu leihen, den man nicht einmal kennt," begründete sie das Urteil. Seine Verteidigerin meldete Berufung an.













