Villach wartet mit Zuckerl für FH auf
Klagenfurts Politiker wehren sich gegen Schließung des FH-Standortes. Kritik gibt es auch aus den eigenen Reihen. Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter will den weiteren FH-Studiengängen die Ankunft in der Draustadt versüßen.

Foto © KLZ/Helmuth WeichselbraunMathiaschitz hat die Vertreter der Hochschulen eingeladen, am Sonntag am runden Tisch über ein Zukunftskonzept zu diskutieren
Die Pläne des Kärntner VP-Chefs Josef Martinz, den Klagenfurter Standort der Fachhochschule (FH) Kärnten zu schließen, stoßen Bürgermeister Christian Scheider (FPK) und Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) bitter auf. "Wir bestehen drauf, dass die FH in der Landeshauptstadt bleibt", sagt Scheider. Mathiaschitz hat die Vertreter der Hochschulen eingeladen, am Sonntag am runden Tisch über ein Zukunftskonzept zu diskutieren. "Klagenfurt hat bisher mehr als 25 Millionen Euro in den Standort investiert und damit ein klares Bekenntnis abgelegt", so Mathiaschitz.
Kritik hagelt es auch aus den eigenen Reihen: VP-Stadtparteiobmann Peter Steinkellner fordert den Landesrat auf, seine Aussage sofort zurückzunehmen. Für Steinkellner zeichne sich nämlich der FH-Standort Klagenfurt dadurch aus, dass sich durch Uni, FH und Lakeside Park eine einmalige bildungspolitische Konstellation ergebe. "Außerdem ist die FH seit kurzer Zeit auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar", sagt Steinkellner.
Manzenreiter ist begeistert
Villachs Bürgermeister Helmut Manzenreiter (SPÖ) ist hingegen von Martinz' Entschluss angetan. Er möchte sogar den weiteren FH-Studiengängen die Ankunft in der Draustadt mit einem besonderen Zuckerl versüßen und stellt finanzielle Unterstützung in Aussicht. Aber nicht ohne Eigennutz: Denn die nicht-technischen Studiengänge und/oder die Verwaltung der FH sollen dafür in das seit Jahren leer stehende und deshalb als Schandfleck bezeichnete ehemalige Kastner & Öhler-Gebäude einziehen.









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