Süchtige bitten Fahnder um Hilfe
Erschütternde Details kommen nach dem Schlag gegen schwarzafrikanische Drogenhändler in Klagenfurt ans Licht. Der jüngste Kunde ist er 13 Jahre alt.

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Bitte helfe sie mir. Ich wollte doch nur ein bisschen Kokain, um am Wochenende in der Disco ausgelassen feiern zu können. Bekommen habe ich Heroin. Seit einigen Wochen bin ich süchtig und weiß nicht mehr weiter."
Solche und ähnliche Aussagen stapelten sich auf den Tischen der Drogenfahnder im Landeskriminalamt. "Was die schwarzafrikanischen Dealer in den letzten drei Jahren in Kärnten angerichtet haben, ist schlimm. Sie verkaufen bewusst Kokain-/Heroingemische, um schnelle Abhängigkeiten zu erreichen. Und sie verkaufen an alle. Der jüngste Kunde ist erst 13 Jahre alt", weiß ein Ermittler. Durch den Anstieg von Drogenkonsumenten werden die Kriminalisten immer öfter von Süchtigen um Hilfe gebeten: "Bitte helfen sie mir einen Therapieplatz zu finden, ich will mit Drogen nichts mehr zu tun haben." Die Realität für Drogenabhängige ist ernüchternd: monatelange Wartezeiten auf Therapieplätze. Jahrelange Entzugsprogramme mit Drogen-Ersatzmitteln, die nicht selten zu anderen Abhängigkeiten und sogar zum Tod auf Raten führen.
Wie gesetzlich eingeschränkt die Möglichkeiten der Justiz sind, Drogendealer langfristig aus dem Verkehr zu ziehen, zeigt ein Vorfall in der Vorwoche in der Justizanstalt-Außenstelle Rottenstein. Zwei Nigerianer und ein Liberier, die im halb offenen Vollzug ihre Dealer-Strafen verbüßen, verschwanden unbemerkt bei Außenarbeiten. Seither fehlt von ihnen jede Spur.














