Pater Wanners Ablöse sorgt für Aufregung
Große Aufregung in der katholischen Kirche. Langjähriger Seelsorger im Klagenfurter Klinikum kämpft um seine Funktion: "Das ist eine Frechheit."

Foto © KoscherPater Anton Wanner ist seit 30 Jahren als Seelsorger in Klagenfurt tätig: Brief an Bischof
Kapuzinerpater Anton Wanner, den viele Kärntner als Seelsorger des Klinikums Klagenfurt (früher LKH) kennen, hat einen bösen Brief an Diözesanbischof Alois Schwarz geschrieben, dessen Schlusssatz lautet: "Diese Frechheit können wir nicht stehen lassen und ersuchen um umgehende Stellungnahme."
Grund für Wanners Zorn ist ein Rundmail von Eva-Maria Kölbl-Perner, der Kontaktperson für das Krankenpersonal in der Diözese Gurk. Darin heißt es, dass mit 1.September 2010 die Krankenhaus-Seelsorge in Klagenfurt neu besetzt wird. Zitat: "Für dieses Haus würde dies bedeuten, neu zu beginnen. Neue Strukturen zu schaffen, Ehrenamtliche zu finden, ein Hauptamtlichenteam zu leiten, Öffentlichkeitsarbeit im Krankenhaus und alles, was zu dieser wichtigen Arbeit dazugehört".
Tag und Nacht eingebracht
Pater Wanner hat durch dieses Mail von seiner offensichtlich bevorstehenden Ablöse erfahren und entsprechend aufgebracht reagiert. Seine Argumentation: "Ich habe mich über 30 Jahre ohne Urlaub Tag und Nacht eingebracht und dies bei damals 2000 und heute noch 1600 Patienten."
Aus dem Mail von Kölbl-Perner meint Anton Wanner herauszulesen, "dass meine Tätigkeit in der Krankenhaus-Seelsorge für die Diözese keine befriedigende Arbeit war."
Die Stellungnahme der Diözese zu dieser Causa war gestern kurz und bündig. Pressesprecher Mathias Kapeller: "Bischof Schwarz wird demnächst mit dem Kapuzinerprovinzial und Pater Anton das Gespräch suchen". Inhalte wolle man nicht vorwegnehmen.












