Happ bei Rettung von Kreuzotter gebissen
Reptilienexpertin wollte Schlangen aus Gefahrenzone bringen. Trotz Schmerzen, aber ungefährdet vollendete sie ihren Auftrag.

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Es war ein Auftrag wie viele andere. "Ein Wirt hatte oft schwarze Kreuzottern hinter seiner Hütte über Eisenkappel. Weil die Mitarbeiter da Holz holen und manchmal Kinder spielen, bat er mich, die Tiere zu entfernen", berichtet Schlangenexpertin Helga Happ. Gestern lagen sie wieder in der Sonne. Happ sauste hin und fing zwei Giftschlangen ein. "Die Dritte hat mir in den linken Mittelfinger gebissen und ist dann in ihrem Loch verschwunden", berichtet die Reptilienzoo-Chefin. "Ich habe keine Handschuhe getragen, weil ich damit fester anpacken muss und ihnen wehtun könnte." Die Schlangen sind 60 bis 80 Zentimeter lang, haben fünf Millimeter lange Giftzähne und sind so dick wie ein, zwei Daumen.
Starke Schmerzen
Eine schmerzhafte Premiere, denn bisher wurde sie zwar von Hornvipern verletzt, nie aber von einer Kreuzotter. "Das tut einige Stunden lang ziemlich weh und die Schmerzen sind eher stärker geworden." Zum Arzt will sie nur bei alarmierenden Symptomen, das ist bei ihr nicht der Fall. Unter negativen Umständen ist sogar ein Kreislaufstillstand möglich.
Auf der Rückfahrt hat Happ die beiden Tiere auf dem Scheidersattel ausgesetzt, "wo es keinen Weg, keine Menschen und keine Hütte gibt". Gut möglich, dass sie dem Kreuzotter-Männchen damit einen großen Gefallen getan hat: "Jetzt ist Paarungszeit und da ringen die männlichen Tiere stunden- und tagelang miteinander, bis der Schwächere aufgibt und verschwindet."
Dank der Verbündeten Helga Happ steht dem ungestörten Glück der neuen Scheidersattel-Bewohner also nichts mehr im Wege . . .














