KLC: Eine neue Anlage zum falschen 50er
Mit fünf Jahren Verspätung feiert der Klagenfurter Leichtathletik-Club (KLC) am Mittwoch sein 50-Jahr-Jubiläum. Da kommt die von den Politikern angekündigte neue Anlage gerade recht...

Foto © KKSo soll die neue Anlage des KLC aussehen
Eigentlich wird der KLC in diesen Tagen 55 Jahre alt. Warum wird dann erst am Mittwoch in Klagenfurt (Gemeindezentrum St. Ruprecht, 18 Uhr) der 50. Geburtstag zelebriert? Walter Grabul, bereits seit 1993 Obmann des Vereines, erklärt die Verspätung mit finanziellen und organisatorischen Hindernissen. Was die sportliche Entwicklung betrifft, war der KLC allerdings stets seiner Zeit voraus. Der einstige Sprinter Leopold Wagner, der spätere Kärntner Landeshauptmann, hatte die Idee, 1955 einen Verein zu gründen, der sich ausschließlich der Leichtathletik (später kam die Tennissektion dazu) widmet.
Der KLC etablierte sich bald als eine große Nummer in der österreichischen Leichtathletik, stellte Olympia- und WM-Teilnehmer und sammelte Staatsmeistertitel zuhauf. Die besten Athleten im Land gingen zum Leidwesen der anderen Klubs nach Klagenfurt, wissend, beim KLC bessere sportliche Bedingungen als anderswo zu haben. So präsentierte sich der KLC in der Hochblüte quasi als Kärntner Auswahl.
Je älter der KLC wurde, desto unbrauchbarer erwies sich die Laufbahn im Klagenfurter Stadion. "In den letzten 15 Jahren konnten wird dort weder trainieren noch Veranstaltungen durchführen", nannte Grabul den Hauptgrund für die sportliche Talfahrt des Klubs. Die Funktionäre waren dabei, zu resignieren, denn ihre jahrelangen Bemühungen um eine neue Laufbahn hatten keinen Erfolg. Vorher und erst recht nach dem Neubau des EM-Stadions mussten die Leichtathleten in Klagenfurt mit Provisorien leben.
Neuer Schwung
Das soll nun anders werden: Im August ist der Spatenstich für eine neue Leichtathletikanlage am Südring vorgesehen. Wenngleich es noch Skeptiker gibt, ob die Bagger rollen werden, ist KLC-Präsident Rudolf Altersberger zuversichtlich, dass die Zusagen der Politiker halten. Mit dem neuen Stadion soll Hand in Hand ein neuer sportlicher Anlauf erfolgen: "Wir erwarten uns dadurch einen zusätzlichen Impuls für die Kärntner Leichtathletik", sagt Altersberger, früher selbst erfolgreicher Mittel- und Langstreckenläufer. Und Grabul, der Obmann, verweist auf die Vergangenheit: "Überall, wo es neue Laufbahnen gegeben hat, ist neuer Schwung eingekehrt."
Den braucht auch der KLC, will er an die erfolgreichen Jahre anschließen. Durch die Bildung einer Leistungsgemeinschaft mit dem LAC Klagenfurt, der sich vor Jahren vom KLC abgespalten hatte, ist ein erster Schritt zur Bündelung des Leistungsvermögens in Klagenfurt gelungen. In einem zweiten soll man, wenn das Zuhause "steht", Nachwuchs aus den Schulen akquirieren. Dass die Jugend von heute sich lieber den weniger trainingsintensiven Funsportarten zuwendet, glaubt Altersberger nicht: "Am Wochenende hatten wir bei einem Mehrkampfmeeting 120 Teilnehmer." Das sei ein Zeichen, das die Leichtathletik durchaus gefragt sei.
Features
KLC-Athleten
Hans Muchitsch, Adolf Huber, Elmar Kunauer, Erwein Paska, Peter Sternad, Johann Lindner, Robert Kropiunik, Walter Grabul Georg Frank, Willi Malle, Oliver Münzer, Gerd Weinhandl Rita Graf, Sissy Brandnegger-Kaufmann Gerith Huber, Karoline Käfer, Stephanie Graf, Angelika Schrott, Lisbeth Kucher Betina Germann und viele mehr.
















