Selbstmordversuch von Schubhäftling verhindert
23-jähriger Nigerianer hatte versucht, sich das Leben zu nehmen. Polizeibeamte mussten sich erst an seinen zwei gewalttätigen Landsleuten und Zellengenossen "vorbeikämpfen", ehe sie dem Mann helfen konnten. Die Beiden werden angezeigt.

Foto © KLZ/Scheriau
In letzter Sekunde konnten die Beamten des Polizeianhaltezentrums Klagenfurt Dienstagabend den Selbstmordversuch eines Schubhäftlings (23) aus Nigeria verhindern. Und das, obwohl sich ihnen beide Zellengenossen, mit allem, was sie zur Verfügung hatten, in den Weg stellten.
Gegen 19 Uhr warfen plötzlich zwei Nigerianer (beide 22 Jahre) Stühle gegen die versperrte Zellentüre. Als die Beamten durch die Durchreiche in die Haftzelle sahen, hielten die beiden jeweils einen Hocker in den Händen und wollten diese gegen die Beamten werfen. Doch die Aufmerksamkeit der Polizisten galt in dieser Sekunde dem dritten Häftling: Dieser hatte am Fenstergitter ein Leintuch angeknüpft. Sein Hals hing bereits in der Schlinge. Als die Beamten die Tür öffneten, wurden sie mit den Hockern beworfen. Der 23-Jährige befand sich da bereits in Lebensgefahr. Ein Beamter schaffte es, an dem aggressiven Duo vorbeizukommen und rechtzeitig mit dem Messer das Leintuch abzuschneiden. Der 23-Jährige wurde in die psychiatrische Abteilung des LKH Klagenfurt gebracht. Die beiden Mithäftlinge gelten laut Peter Rippitsch, stellvertretender Kommandant des Polizeianhaltezentrums, als "schwere, unberechenbare Burschen". Erst vor wenigen Tagen hat einer von ihnen mehrere Beamte mit einer Rasierklinge verletzt. Sie verweigern derzeit jede Einvernahme. Beide werden wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Sachbeschädigung und Mitwirkung an einem Selbstmordversuch angezeigt. Derzeit befinden sie sich noch in Schubhaft.










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