Umfrage: Turm stößt auf hohe Skepsis
Laut Umfrage des Humaninstituts ist Hälfte der Kärntner für Sanierung des alten Turms auf dem Pyramidenkogel. Nur 16 Prozent wollen denhypermodernen neuen Turm.

Foto © kk
Wird bald ein hypermoderner "Leuchtturm" über den Wörthersee wachen? Das Prestigeprojekt auf dem Pyramidenkogel entzweit die Gemüter. Keutschachs Bürgermeister Gerhard Oleschko (FPK) glaubt voller Optimismus, dass sich die zehn Millionen Euro-Investition rechnet: "Man kann davon ausgehen, dass 150.000 Besucher pro Jahr kommen werden." Die Opposition fürchtet dagegen, dass sich die Gemeinde verschuldet. Sie zweifelt auch die optimistischen Besucherprognosen an.
Kärntenweit stößt der neue "Superturm" ebenfalls auf Skepsis. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Klagenfurter "Humaninstituts" vor. Franz Witzeling befragte letzte Woche 650 Kärntner zu ihrer Meinung über das Projekt am Pyramidenkogel.
Das Ergebnis ist für die Befürworter ernüchternd: Nur 16 Prozent sind ohne Wenn und Aber dafür, den neuen Turm zu erreichten. 52 Prozent wollen dagegen, dass der alte Turm saniert wird. Wobei allerdings auch dafür Kosten von rund sechs Millionen Euro anfallen. 83 Prozent sprechen sich übrigens für eine Volksbefragung zum Projekt aus.
Fritz Witzeling, der Autor des Stimmungs-Barometers, macht kein Hehl daraus, dass er in dieser Frage parteiisch ist: "An Stelle gigantomanischer architektonischer Infrastruktur wäre am Schnittpunkt dreier Kulturkreise intelligente Informationsvernetzung das Projekt der Stunde."
Witzeling interviewte auch 75 Experten (Touristiker, Unternehmer, Journalisten, etc.) zur Frage, "welche nachhaltigen Projekte die Zukunft der Tourismuswirtschaft garantieren?" Nur 19 Prozent setzten ihre Hoffnung in bauliche Investitionen. Viel wichtiger seien Kongresstourismus, sanfter Tourismus oder kreative Wirtschaft. Auch hier: schlechte Karten für den Superturm.














