Den Stadtteilen geht bald die Post ab
Mitte des Jahres sollen Post-Filialen in Wölfnitz, Haidach, Welzenegg und der Bahnhofstraße zu-sperren. ÖVP protestiert gegen Schließungen.
Vergangene Woche meldete die Österreichische Post wieder sieben Filialen zur Schließung an (wir berichteten). Betroffen sind diesmal auch vier Filialen im Gebiet der Landeshauptstadt Klagenfurt. Ende Juni soll der Postfuchs aus den Ämtern 9013 Bahnhofstraße, 9028 Pischeldorfer Straße, 9029 St. Jakober Straße (Obi) und 9061 Wölfnitz ausziehen.
"Die Mitarbeiter wurden informiert. Nach der Anmeldung bei der Behörde läuft eine Frist von drei Monaten", so Andreas Pachler, Post-Pressesprecher. Parallel dazu werden Gespräche mit möglichen Post-Partnern im ländlichen Raum geführt. In der Innenstadt soll zwar die Zahl der Filialen reduziert, aber Qualität und Service in den anderen Ämtern ausgebaut werden. "Dort werden dann auch mehr Mitarbeiter gebraucht", so Pachler.
Post-Gewerkschafter Helmut Omotta sieht die Situation kritischer: "Es gibt keine Alternativen. Ich habe allein in Kärnten 50 Leute, bei denen wir nicht wissen wohin." Den Mitarbeitern werde geraten, sich anderwertig umzusehen. Bis 2013 sollen noch weitere Filialen in Klagenfurt "eingespart" werden. Protest gegen die Schließungen kommt von der ÖVP. "Die Postämter sind eine wichtige Infrastrukturmaßnahme in den betroffenen Stadtteilen. Es kann nicht sein, dass nur zur Gewinnoptimierung allein in Klagenfurt mehr als zehn Postler auf die Straße gesetzt werden", so Stadtrat Peter Steinkellner.
Sanieren, dann schließen
Kritisiert wurde auch, dass die Post die Filiale beim Obi vor drei Jahren um rund 60.000 Euro saniert hätte und sie jetzt zusperrt. "Es waren wirtschaftliche Entscheidungen mit Erwartungen, die nicht erfüllt wurden", so Pachler. Mit den Schließungen müsse sich die Post auf Umsatzeinbußen vorbereiten, die mit dem Fall des Brief-Monopols in Österreich Ende des Jahres zu erwarten seien.














