"Agieren Politiker immer zum Wohl des Volkes?"
Hunderte Jugendliche erhoben Montag in Klagenfurt bei einer Podiumsdiskussion mit Politikern ihre Stimme. Ein Vorwurf: Es werde Geld ausgegeben, das man nicht hat.

Foto © SchildVictoria Pirker und Markus Habernig moderierten die Diskussion
Immer wieder ist von der politischen Verdrossenheit der Jugendlichen die Rede. "Das ist ein Klischee. Allein die 350 anwesenden Schüler zeigen, dass es nicht so ist", sagte Viktoria Pirker, Landesschulsprecherin der berufsbildenden höheren Schulen, gestern im Mozartsaal des Klagenfurter Konzerthauses. Mit AHS-Landesschulsprecher Markus Habernig präsentierte sie die Podiumsdiskussion "Politiker zum Angreifen".
Viele Fragen
Gernot Darmann (FPK), Frank Frey (Grüne), Hermann Lipitsch (SPÖ), Stefan Petzner (BZÖ) und Dominik Pirker (ÖVP) beantworteten die Fragen der Jugendlichen. Sie mussten nicht lange warten. Gleich schoss die erste Hand in die Höhe, ruhig wurde es während der dreistündigen Podiumsdiskussion nie.
"Glauben Sie, Politiker agieren immer mit reinem Gewissen zum Wohle des Volkes?", wollte ein Tanzenberger Schüler wissen. Immerhin bemühte sich Frank Frey um eine glaubwürdige Antwort: "Eine Handvoll Mandatare lässt sich sicher von Konzernen beeinflussen, aber 95 Prozent entscheiden nach bestem Gewissen."
Landesschulsprecherin Pirker ortete einige Probleme: "Es wurde seit 2005 Geld ausgegeben, das wir nicht hatten. Auch die Jugend bekommt die ProKopf-Verschuldung von 4000 Euro zu spüren." Viele junge Menschen würden Kärnten verlassen, um anderswo Karriere zu machen. Dabei sei Kärnten doch ein schönes Land, um Kinder großzuziehen. Da hakt Habernig ein: "Der Jugendtausender in allen Ehren. Aber man sollte nachhaltig investieren, etwa in die Förderung von Lehrlingsplätzen zur Schaffung einer besseren Zukunftsperspektive." STEPHAN SCHILD













