Fest der vibrierenden Celli
Knut Weber und sein Lehrer Milo Mlejnik.
KLAGENFURT. Würde man die ständigen Crescendi zeichnen, ergäbe sich die Form eines Baumes: Giovanni Sollimas "Violincelles, Vibrez" lässt in leichter Disharmonie in "vibrierender" Melodie die beiden Solocelli sich miteinander verflechten. Knut Weber, Absolvent des Konse und Cellist bei den Berliner Philharmonikern, und sein ehemaliger Lehrer Milo Mlejnik spielten es für "Licht ins Dunkel".
Waren bei Händels Doppelkonzert in C-Dur noch Unsicherheiten feststellbar, so wurde dann im positivsten Sinn des Wortes wunderbar gemeinsam "konzertiert": Knut Weber bestach mit exzellenter Technik und warmen, farbigen Tönen, besonders und allein bei Tschaikowskys "Andante cantabile" und beim "Adagio" von Schumann, Milo Mlejnik mit Erfahrung und ungemeiner Präsenz. Umsichtig begleitet wurden sie vom gut disponierten, Konse-Kammerorchester, im zweiten Teil gefühlvoll von Elisabeth Fister am Klavier. Zum Finale hin entwickelte sich das Konzert zum Fest der vibrierenden Celli: Beim Requiem von David Popper wurden die beiden vom exzellenten Thomas Wiesflecker (Acies Quartett), bei den Piazzolla-Tangos zudem von der tadellosen Elli Filippou verstärkt.
Für die Ovationen bedankte man sich mit mehreren Zugaben, u. a. mit dem "Schwan" aus dem "Karneval der Tiere" von Camille Saint Saëns. H. CHRISTIAN













