Heißer Kampf um das Osterfeuer
Osterfeuer in St. Martin findet wieder beim Gasthaus Müller statt. Organisiert wird es von der Freiwilligen Wehr St. Martin. Weitere zwei Fest-Veranstalter werben mit dem Namen Müller.

Foto © APA
Seit 350 Jahren wird in dem kleinen Dorf St. Martin in Klagenfurt beim Gasthaus Müller das traditionelle Osterfeuer entzündet. Vor acht Jahren etablierte sich dort der Brauch richtiggehend zu einem Groß-event, das jedes Jahr mehr als 4000 Besucher in den Westen von Klagenfurt lockt.
Da die Familie Müller das Gasthaus seit Anfang des Jahres wegen Umbaus schließen musste (siehe Bericht rechts), wird allerorts gemunkelt, ob es heuer überhaupt ein Müller-Osterfeuer geben wird. Auf Plakaten und auch auf "Facebook" wird für das "originale Osterfeuer vom Müller" sowohl beim Weinländer am Südring als auch auf der Schleppe Alm (siehe Infokasten) geworben. "Das stimmt alles nicht. Wir haben rein gar nichts mit den Osterfeuern am Südring oder auf der Schleppe Alm zu schaffen", sagt Valentin Müller, seit 33 Jahren Chef vom gleichnamigen Gasthaus in St. Martin.
Osterfeuer wie gewohnt
"Auf unserer Wiese wird wie gewohnt der Osterhaufen entfacht, nur heuer veranstaltet das Fest erstmals die Freiwillige Feuerwehr St. Martin. Wir haben ihnen unser gesamtes Areal zur Verfügung gestellt." Lukas Arnold, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr St. Martin, ist bereits seit zwei Wochen fleißig am Organisieren. "Im Gegensatz zu den Vorjahren findet das Fest halt nur im Außenbereich statt, dafür wird der Osterhaufen heuer größer als sonst", so Arnold. 30 Feuerwehrmänner werden am Karsamstag, ab 20 Uhr, auf der Müller-Wiese im Einsatz sein. Die Wehr hat in den vergangenen Jahren beim Mitorganisieren bereits Erfahrungen gesammelt, die sich jetzt bezahlt machen. "Bei sechs Standln werden die Besucher mit Speis und Trank versorgt. Auch Musik wird es geben, DJ Ronny legt auf", so Arnold. Die Kameraden rechnen mit 1500 Besuchern.
Features
OSTERFEUER IN KLAGENFURT
Osterfeuer. 3. April: Gasthaus Müller in St. Martin, ab 20 Uhr; Weinländer, Industriezone Süd, ab 17 Uhr; Schleppe Alm, ab 19 Uhr.
Verbot. Gemäß dem Bundesluftreinigungsgesetz und der Kärntner Gefahren- und Feuerpolizeiverordnung ist das Verbrennen von Gegenständen und biogenen Materialien im Freien verboten.
Ausnahmen. Kirchliche Vereinigungen, Vereine, Gastgewerbebetriebe, Straßengemeinschaften (mindestens zehn Unterschriften).












