Olympia-Zentrum soll den Sportpark beleben
Klagenfurts Sportstadtrat Manfred Mertel will Olympia-Zentrum im Sportpark forcieren. Sportinstitut des Landes Kärnten und das Team von Altis zeigen Interesse. Finanzierung bleibt ungewiss.

Foto © GEPAManfred Mertel
Die Olympischen Spiele in Vancouver haben wie es scheint auch in Kärntens Sport und Politik das olympische Feuer entfacht. Das schon seit einigen Jahren angedachte Olympia-Zentrum Süd soll - mit dem Rückenwind von Gold, Silber und Bronze der österreichischen Sportler in Kanada - seine Umsetzung finden. Geht es nach Klagenfurts Sportstadtrat Manfred Mertel könnte das von Olympiasieger Karl Schnabl geleitete sportmedizinische Institut des Landes Kärnten vom LKH Klagenfurt in den Sportpark verlegt werden.
Übersiedelung
Im Schlepptau müssten auch das sportpsychologische Institut (Leiter Thomas Brandauer) übersiedeln. "Die Anforderungen für ein Olympiazentrum beinhalten Medizin, Psychologie, Sportwissenschaften, Physiotherapie und Ernährungswissenschaften", erklärt Mertel. Auf dieser Basis, der bestehenden Infrastruktur und der kürzlich abgesegneten Leichtathletik-Anlage soll das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) das erforderliche und von Fördergeldern begleitete Gütesiegel vergeben. Auch das von Joe "Tiger" Pachler geleitete Heeressport-Zentrum Kärnten würde liebend gern in den Sportpark ziehen. Bestehende Olympiazentren gibt es in Wien, Linz, Dornbirn, Salzburg, Innsbruck folgt in Kürze.
"Bislang fehlte bei uns die Infrastruktur, nun bietet sich endlich die Möglichkeit dieses Zentrum im Sportpark zu schaffen. Schon seit 20 Jahren verfolge ich die Idee eines Olympia-Stützpunktes", sagt Schnabl, der sich für den Leistungssport einen enormen Aufwind erwartet.
Ein andere Variante bevorzugt Kärntens Sportreferent LH Gerhard Dörfler ins Spiel: "Ich halte das Altis-Sportinstitut für sehr kompetent, das Team um Georg Lajtaj hat viel Kraft und eine tolle Entwicklung.". Altis-Chef Lajtaj findet Gefallen an der Idee: "Das Zentrum wäre extrem positiv. Wir haben sehr viel Kompetenz angehäuft und sind privat organisiert." Offen bleibt die Kostenhöhe und wer diese neben ÖOC und Bund tragen soll. Finanzielle Unterstützung seitens des Landes schließt Dörfler nach dem derzeitigen Stand der Projektplanung für beide Varianten aus.















