Dicke Schneedecke lässt Klagenfurter schwitzen
Schaufeln, fräsen, Salz streuen: In Klagenfurt sind seit Mittwoch früh 230 Männer des Winterdienstes im Dauereinsatz. Salz-Lager sind bald leer.

Foto © KLZ/WeichselbraunKlagenfurter kämpfen gegen die Schneemassen
Von wegen Hundewetter! Dick eingepackt spazierte am Donnerstag freudig schwanzwedelnd Hündin "Mercedes" in ihrem weißen Designerparker durch die eingeschneite Klagenfurter Altstadt. Michael, Ronald und Stefan lieferten sich auf dem Heuplatz eine lustige Schneeballschlacht. Doch nicht jeder ist von den rund 30 Zentimetern Neuschnee begeistert, denn für viele bedeutet das nur eines: jede Menge Arbeit.
Wenig erfreut sind vor allem Hausbesitzer, die meist vor der Arbeit eiligst Einfahrten oder Gehsteige freischaufeln müssen. So auch die Klagenfurterin Margot Pungartnig: "Ich schaufle seit Stunden, echt schweißtreibend."
Doch nicht nur die Bevölkerung kämpft mit der weißen Pracht, auch der Klagenfurter Winterdienst. "Seit Mittwoch um 6 Uhr früh sind 230 Männer mit 50 Pflügen im Dauereinsatz", sagt Michael Pirker, Einsatzleiter des Winterdienst. Pirker muss mit seinem Team rund 700 Kilometer Straßen vom Schnee befreien. Hilfe bekommt er von Bauern, die ihre Traktoren zu Schneepflügen umgebaut haben.
Der heurige Winter sei zäher und schneereicher als der vor einem Jahr, so Pirker. Das zeigen die Salzvorräte, die bald aufgebraucht sind: "Im Schnitt verbrauchen wir im Winter 1100 Tonnen. Jetzt sind wir schon bei 1400 Tonnen, nur noch 150 Tonnen sind im Lager. Wenn es so weitergeht, sind die Lager in einer Woche leer."
Schaufeln in Ferlach
Fleißig geschaufelt und geräumt wird auch in Ferlach. "17 Leute sind mit acht Fahrzeugen und drei Schneefräsen in Ferlach und im Bodental unterwegs", sagt Bauhofleiter Erich Varch.
Features
Winter in Zahlen
Schneehöhe: Von Mittwoch auf Donnerstag hat es in Klagenfurt-Stadt und Klagenfurt-Land rund 30 Zentimeter geschneit.
Salz: Der Klagenfurter Winterdienst hat bereits 1400 Tonnen verbraucht. Der Schnitt liegt bei 1100 Tonnen. Im Lager sind noch 150 bis 200 Tonnen, 300 werden zusätzlich bestellt.
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"Mercedes" im WinteroutfitFoto © KLZ/Weichselbraun















