klagenfurter ensemble (ke) hat fixes Haus
Das klagenfurter ensemble eröffnet seine Spielsaison im Theater Halle 11 mit "Warten auf Godot".

Foto © kkAb Mittwoch in "Warten auf Godot" zu sehen:Maximilian Achatz als Lucky
Ziemlich zu Anfang von "Warten auf Godot" fällt der Satz: "Was lange währt, wird endlich gut." Nichts könnte derzeit für Maximilian Achatz passender sein: Schließlich hat das klagenfurter ensemble (ke), das er mitbegründet hat, nach einer jahrelangen Odyssee mit dem "Theater Halle 11" endlich ein fixes Haus. Und dann darf Achatz mit "Warten auf Godot" die erste Theaterproduktion in diesen Raum setzten. Womit sich ein Kreis schließt: Vor mehr als dreißig Jahren trat das ke mit diesem Stück erstmals an die Öffentlichkeit. Als Wladimir mit dabei: Maximilian Achatz. Diesmal spielt er den "Lucky" und hat das Gastspiel der Linzer "Bühne04" eingefädelt, wo "Warten auf Godot" bereits seit November läuft.
Und das mit großem Erfolg: "Wir mussten Zusatzvorstellungen anbieten", so der Ferlacher. Das Geheimnis dieses Erfolges sieht er in der "frischen Inszenierung", die "mit viel Schwung und Komik" aufwartet. Vor dreißig Jahren habe man dagegen das "Warten richtig zelebriert", erinnert er sich. Und gesteht, dass er jetzt mit seinem zusätzlichen Erfahrungsschatz viel klarer sehen würde, worum es in dem Stück geht: "Um das Leben selbst, um das Hoffen auf Veränderung, aber immer verbunden mit einem Optimismus, der nicht verloren geht", so der 55-Jährige, der mit seinem "Theater Waltzwerk" derzeit zwei Theaterstücke vorbereitet.
Jonke-Collage
Im April wird in der Volksbank Ferlach "Die Legende vom Ozeanpianisten" (Alessandro Baricco) auf See geschickt, die später quer durch Kärnten Wellen schlagen soll. Und für Ende Oktober planen ke und Theater Waltz- werk ein Jonke-Stück, für das Maximilian Achatz Textteile zu einer Collage montiert.
Mit Gert Jonke stand der Schauspieler bis zu dessen viel zu frühem Tod auf der Bühne: Der Autor hatte in seinem Stück "Platzen Plötzlich" selbst eine Rolle übernommen. In die Vorbereitungen für ein Gastspiel im RadioKulturhaus Wien platzte die Nachricht vom Tod des Wortgiganten: "Die Aufführung war einen Tag nach seinem Begräbnis, seinen Auftritt haben wir dann eingespielt", erzählt Achatz und meint: "Ein Stück Theater von Jonke ist in Kärnten längst überfällig." Eine Hypothek, die im Herbst eingelöst wird.
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Warten auf Godot
11. & 13. Feb., 20 Uhr, Theater Halle 11 (Klagenfurter Messegelände). Karten: Tel. (0463) 31 03 00.













