Eine gefeierte Diva ohne Allüren
Mezzosopranistin Bernarda Fink erhielt Tischler-Preis des Rates der Kärntner Slowenen.

Foto © KLZ/WeichselbraunBernarda Fink
Wenn sie sonntags daheim ist, singt sie im zweisprachigen Dorf Suetschach im Rosental einfach im Kirchenchor mit. Ansonsten singt sie in der Carnegie Hall oder in der Pariser Oper. Allüren kennt Bernarda Fink nicht, obwohl sie als Mezzosopranistin ein Weltstar ist, von dem selbst Nikolaus Harnoncourt schwärmt. In Buenos Aires traf Janko Zerzer vom Slowenischen Christlichen Kulturverband auf die Tochter slowenischer Emigranten und organisierte 1986 ihre ersten Auftritte in Triest, Laibach und Klagenfurt. Kürzlich verlieh er Bernarda Fink den Tischler-Preis für Verdienste um die Volksgruppe der Kärntner Slowenen, in der sie eine neue Heimat gefunden hat.
Seit 22 Jahren ist Fink mit dem Kärntner Slowenen Valentin Inzko verheiratet, der sich aufgrund von Zeitungsartikeln in die Künstlerin verliebte, aus New York Verehrerbriefe sandte, um die Angebetete schließlich am Flughafen Salzburg zu treffen, wo dann "alle Sicherungen durchbrannten". Fink und Inzko, Hoher Repräsentant der EU in Bosnien, verbringen die Wochenenden in ihrem Haus in Suetschach. "Provinz ist großartig", sagt die Künstlerin, die ihren Preis all jenen widmet, die mit "Leidenschaft und Liebe" für die Volksgruppe arbeiten, aber nie eine Auszeichnung erhalten.














