LKH Klagenfurt: Notoperation führte zu Warte-Marathon
Kind verlor bei Unfall Augenlicht. Wegen Operation mussten andere Patienten sieben Stunden warten.
Wartezeiten von über sieben Stunden mussten Patienten auf der Augenabteilung des LKH Klagenfurt am Stefanitag hinnehmen. Grund war ein "Überlaufen" der Abteilung und ein Unfall, bei dem ein Kind sein Augenlicht verlor. "Ich habe Verständnis dafür, dass versucht wird einem Kind zu helfen, aber das System akzeptiere ich nicht", ist Markus Trummer (38) aus Guttaring verärgert. Ähnlich denkt Stefan Hornböck (74) aus Ferlach: "Für solche Tage muss die Abteilung besser gerüstet sein."
"Wurden überlaufen"
Primarius der Augenabteilung ist Yosuf El-Shabrawi. Er nimmt seine Mitarbeiter in Schutz. "Wir sind überlaufen worden. Das war eine Ausnahmesituation. Operationen an einem zerstörtem Auge, wie nach dem Schiunfall des Kindes, haben wir maximal zwei Mal pro Jahr. Es ging um ein Kind und sein Augenlicht. Ich bitte alle, die warten mussten um Entschuldigung." El-Shabrawi sieht seine Abteilung steigenden Anforderungen ausgesetzt. "Unsere Patientenkontakte sind heuer von 40.000 auf 43.000 angestiegen. Wenn die Frequenz weiter zunimmt, müssen wir überlegen, ob wir Spontanpatienten zukünftig ablehnen."













