Rene ist wieder hinter Gittern
Die Freiheit des Klagenfurter "Problemkindes" dauerte nur zwei Monate. Er wurde Donnerstagnacht bei einem Einbruch erwischt. "Die Tat empfindet er als normal", so ein Kriminalist.

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun
Vor zwei Monaten wurde der mittlerweile 17 Jahre alte Rene, der seit seiner Kindheit die Polizei in Atem hält, aus der Haft entlassen. Für Experten war es nur eine Frage der Zeit, bis er wieder straffällig wird. Und tatsächlich: Donnerstagnacht brach Rene in eine Trafik in Viktring ein. Gemeinsam mit jenem 15-Jährigen, der jetzt auch als Haupttäter (Maskenmann) desWettcafe-Überfalls überführt werden konnte. Die Burschen hatten die Trafiktür mit einem Stein eingeschlagen. Der Alarm ging los. Den beiden gelang mit rund 200 Euro Münzgeld als Beute die Flucht - vorerst.
Einvernahme
Donnerstag am Vormittag wurde Rene einvernommen. "Zuerst hat er es abgestritten, dann hat er den Einbruch aber zugegeben", sagt Kriminalist Erwin Lassnig vom Stadtpolizeikommando. "Er empfindet das alles als ganz normal." Bei der Vernehmung hat Rene öfters mit den Tränen gekämpft. Offenbar weil er wusste, was auf ihn zukommt. Denn ins Gefängnis will er jetzt, anders als noch vor zwei Jahren ("Lieber in den Knast, als ins Heim"), nicht mehr.
In den zwei Monaten seit seiner Haftentlassung - er wurde im Jänner wegen Körperverletzung verurteilt - lebte Rene offiziell bei seinem Vater. Schule und Arbeit kennt er nicht. Rene hat eine große Fan-Gemeinde, die ihn anhimmelt. Doch außer seinen älteren Bruder (ebenfalls amtsbekannt) keinen, der ihm Halt gibt.
Nach dem Tod der Mutter und des Großvaters gerieten die Brüder auf die schiefe Bahn. Erstmals aufgefallen ist Rene mit 12 Jahren. Er lebte auf der Straße, in Heimen und sogar in einem Sonderheim. Wegen "hochgradiger Gefährdung der Mitarbeiter" musste er dieses aber verlassen. Jetzt wird Rene Weihnachten hinter Gitter verbringen - wieder einmal.












