100 Mäntel warten auf Besitzer
Nach Mäntelchaos am Ball der HAK Klagenfurt bemüht sich Schule um Schadensbegrenzung. Über 200 Ballgäste haben bereits vorgesprochen.

Foto © Mehr als 100 Herrenlose Mäntel sind bis Dienstag im Turnsaal der HAK Klagenfurt abzuholen
Der Ball der Klagenfurter Bundeshandelsakademie (HAK) vergangenen Freitag wird vielen noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht nur jenen Besuchern, die aufgrund des Garderobenchaos (wir berichteten) mantellos oder mit einem fremden Kleidungsstück nach Hause gehen mussten, sondern auch dem HAK-Direktor Heinz Rieger.
Er ist nach dem Vorfall in der Messehalle am Boden zerstört: "Ich habe die letzten Nächte kaum geschlafen. Alle sind fassungslos, dass so etwas passieren konnte und es tut uns sehr leid. Schuld trifft uns aber keine, da wir alle vorgeschriebenen Auflagen erfüllt haben. Dafür, dass hier offensichtlich Kriminelle Mäntel gestohlen und damit eine Hysterie ausgelöst haben, können wir nichts." Ob es sich tatsächlich um eine kriminelle Bande handle, werde noch ermittelt, so Wolfgang Pittino von der Kripo.
Von Krawatte bis zum Pelz
Die genaue Schadenshöhe könne Rieger noch nicht abschätzen. Fakt ist aber, dass von der Krawatte bis zum 2500-Euro-Pelz so ziemlich alles unter den Kleidungsstücken war. "Wir werden uns um eine rasche Abwicklung bemühen, um den finanziellen Schaden für die Gäste so gering wie möglich zu halten", so Rieger. Der HAK-Direktor dementiert, dass zu wenig Personal im Garderobenbereich tätig gewesen wäre. Die acht Bediensteten seien gegen die Massen, die panisch die Garderobe durchwühlten, machtlos gewesen: "Das Personal konnte nur noch die Kassa in Sicherheit bringen."
Bis heute sind noch rund 100 Mäntel im Turnsaal abzuholen. "Über 200 Leute waren bereits am Montag bei uns. Einige brachten ,geborgte' Jacken wieder zurück, andere wiederum waren verärgert", so Rieger. Er und der Elternverein überlegen, ob es nächstes Jahr überhaupt noch einen HAK-Ball geben wird.













