Neuer Trick: Betrüger setzen auf Hundefutter
Unbekannte wollten Geld für Wurm-verseuchtes Tierfutter zurück. Verkäuferin zahlte, "aber etwas kam mir komisch vor". Polizei desinteressiert.

Foto © APAHunde sollten gut gefüttert aber nicht als Phantasie-Opfer eines Betrügers missbraucht werden
Die Zeiten sind schlecht, und fast täglich hört man - auch in Kärnten - von Betrügern. Lederjacken, Welpen im Internet, Mitgliedschaften bei Hilfsorganisationen, Führerscheine oder Billigaggregate - die Tricks sind bekannt. Jetzt kam ein neuer hinzu - der Hundefutter-Trick
"Gestern Nachmittag waren zwei Männer bei uns", berichtet eine Verkäuferin aus der Feldkirchner Straße in Klagenfurt. "Sie sagten, sie hätten bei uns Wurm-verseuchtes Futter gekauft, sie hätten ihrem Hund beim Tierarzt den Magen auspumpen lassen müssen und das habe erhebliche Kosten verursacht." Dann kamen sie zum Zweck ihres Besuches: "Wir wollen wenigstens die 16 Euro für das Hundefutter zurück."
Die Verkäuferin zahlte - wie im Lebensmittelhandel nicht unüblich - das Geld ohne Diskussion zurück. "Aber mir kam irgendetwas komisch vor, also bin ich den Männern heimlich gefolgt." Sie sah, wie die beiden in den nächst gelegenen Supermarkt marschierten und die gleiche herz- und magenzerreißende Story auftischten. "Zum Glück konnte ich die Filialleiterin rechtzeitig warnen."
City Arkaden und Südpark
Inzwischen hat die Frau herausgefunden, dass die Täter in den letzten Tagen weitere Filialen sowie die City Arkaden und den Südpark heimgesucht haben. Sie und eine andere Filialleiterin riefen bei der Polizei an, um von den Trickbetrügern zu berichten. Dabei erlebte sie aber eine unangenehme Überraschung: "Der Polizist sagte zu uns ,Ihr seid selbst Schuld, wenn Ihr denen das Geld ausbezahlt.' Dabei wollten wir die Männer ja anzeigen." Jetzt kann sie deren Merkmale der Kleinen Zeitung verraten: "Der Ältere war zwischen 40 und 45, mit einem auffälligen Tattoo an der linken Hand, der andere war jünger, 1,80 Meter groß und hatte ein schmales Gesicht."
Dass 16 Euro nicht viel Geld sei, lässt sie nicht gelten: "Wenn man das oft macht, kommt auch ein hoher Schaden zusammen."












