Nach Messerattacke: 29-jähriges Opfer verstorben
29-jähriger Familienvater, der vergangene Woche in Villach mit zehn Messerstichen niedergestreckt wurde, verstarb am Montag im Landeskrankenhaus Klagenfurt.

Foto © APA/ Symbolbild
Mittwochnacht wurde ein dreifacher Familienvater (29) in Villach auf offener Straße mit einem Messer auf brutalste Art und Weise niedergestreckt. Übersät mit Einstichen am ganzen Körper brach er zusammen. Tagelang kämpfte der gebürtige Serbe - der als Pizzakoch tätig gewesen ist - im Krankenhaus ums Überleben. Zuletzt fiel er ins Koma. Gestern ist er seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Mordes.
Bereits vor einigen Tagen wurden mutmaßliche Tatverdächtige verhaftet. Es handelt sich um drei kurdische Brüder im Alter von 28, 30 und 35 Jahren. Sie stammen aus der Türkei und wohnen im Bezirk Villach. "Einer der Verdächtigen wurde mittlerweile wieder auf freien Fuß gesetzt, er war an der unmittelbaren Tat nicht beteiligt", sagt Chefinspektor Manfred Dörfler, Leiter der Mordgruppe im Landeskriminalamt. Die beiden anderen bleiben hinter Gitter. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. "Es gibt noch einige Vernehmungen, da noch ein paar offene Fragen beantwortet werden müssen", sagt Dörfler. Das Motiv ist laut Dörfler "vielschichtig und tiefgründig." Der Serbe war einige Jahre lang mit der Schwester der Brüder verheiratet.
Die Brüder - Teil einer kurdischen Großfamilie, die seit Jahren in Kärnten lebt - sollen dem Serben neben Ehebruch auch die schlechte Behandlung ihrer Schwester vorwerfen. Außerdem soll er sich nach der Scheidung nicht ausreichend um seine drei Kinder gekümmert haben. Im Namen der verletzten Familienehre habe man dann offenbar beschlossen, ihm ein "Abreibung" zu verpassen. Diese endete tödlich.












