Klagenfurts Vizebürgermeisterin ruft Darabos zur Ordnung
Parteikollegin fordert ihn auf, in Sachen EM-Stadion seinen Job zu machen.
Seit Wochen bemüht sich die Klagenfurter Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) um einen Gesprächstermin bei ihrem Parteikollegen Sportminister Norbert Darabos, um endlich eine Entscheidung über die Zukunft des Klagenfurter EM-Stadions treffen zu können. Die Karten liegen auf dem Tisch, seit sich der Gemeinderat am 14. Juli einstimmig für eine Variante mit 18.000 bzw. 30.000 Zusehern aussprach und vor dem Länderspiel gegen Kamerun Finanz-Staatssekretär Reinhold Lopatka (ÖVP) dafür 15 Millionen Euro in Aussicht stellte.
Offener Brief
Als am Montag die versprochene Antwort aus dem Büro von Darabos erneut ausblieb, platzte Mathiaschitz endgültig der Kragen und in einem "offenen Brief" rief sie den Minister zur Ordnung: "Ich mache meinen Job und ich erwarte mir, dass Sie Ihren machen. Dafür werden wir bezahlt. Politische Entscheidungsträger haben Entscheidungen zu fällen; denn keine Entscheidungen können viel Steuergeld kosten. Es ist höchste Zeit, klare Entscheidungen zu treffen - im Interesse der Bevölkerung und im Interesse des Fußballs in Österreich."
Stefan Hirsch, Pressesprecher von Norbert Darabos, wollte auch nach dem Mathiaschitz-Brief nicht von der Bremse steigen. "Natürlich können wir über eine neue Vereinbarung reden, aber dafür müssen alle Fakten - Kostenrechnungen, Nutzungspläne etc. - auf den Tisch." Und außerdem brauche es eine gemeinsame Meinungsäußerung von Stadt und Land.












