Rutar schließt Dipo-Märkte
Die Billig-Schiene des Möbelhauses Rutar, Dipo, sperrt in Klagenfurt und Villach zu. In Slowenien und Kroatien ist aber eine Expansion geplant.

Foto © WeichselbraunDie Dipo-Märkte Klagenfurt (im Bild) und Villach schließen aus Mangel an Kunden
Gemeinsam mit der Fläche des Diskont-Möbelmarks Dipo hat Josef Rutar im Jänner vorigen Jahres in Klagenfurt den "größten Möbelmarkt" Kärntens (Eigendefinition) aufgesperrt.
Schon eineinhalb Jahre später wird wieder verkleinert: Rutar schließt das Diskont-Geschäft an den beiden Standorten Klagenfurt und Villach Mitte August. Die Marke Dipo (Werbelogan: "Halt: Warum woanders mehr bezahlen?")wird in Kärnten damit verschwinden. Der Grund dafür: "Der Diskont-Möbelmarkt ist hierzulande gesättigt", sagt Werbeleiterin Elisabeth Kogoi gestern zur Kleinen Zeitung. Derzeit wird abverkauft - unter anderem mit Sonnenschirmständern um fünf Euro.
Bloße Abteilung
Ob die Dipo-Mitarbeiter in die bestehenden Rutar-Märkte übernommen werden, steht noch nicht fest. Auch ist noch nicht entschieden, was mit den beiden Gebäuden bzw. Flächen passiert. Möglich ist, dass sie fremdvermietet werden. Die billige Möbelschiene dagegen wird - ohne die Bezeichnung "Dipo" - in die Rutar-Geschäfte als Abteilung integriert, sagt Kogoi.
In Slowenien, wo Rutar derzeit Dipo-Märkte in Laibach, Kranj, Celje und Maribor betreibt, jedoch soll mit der Marke laut Kogoi expandiert werden. Und auch in Kroatien seien welche geplant - und zwar im Raum Karlovac und Varasdin.
Ist der Dipo-Rückzug aus Kärnten ein Folge der Ansiedelung von Ikea, der sich im November 2008 in Klagenfurt angesiedelt hat? Laut Statistik stagnieren die Ausgaben der Möbelkunden - da wird es eng. Kogoi aber versichert: "Ansonsten geht es dem Handelsunternehmen gut."














