Liebe war die Brücke zu neuer Heimat
Die Klagenfurter Ärztin Katharina Johnson zogen die große Liebe und eine gehörige Portion Abenteuerlust vor fast drei Jahren nach San Francisco. Dort hat sie ein neues Zuhause gefunden.

Foto © KK/Privat"Innovativ und weltoffen" nennt Katharina Johnson ihre neue Heimat
Als Katharina Johnson (34) im Jänner 2005 mit einer Freundin auf Costa Rica ihren Urlaub verbrachte, ahnte die gebürtige Klagenfurterin noch nicht, dass sie einmal in Amerika leben wird. Doch das Schicksal führte Regie und sorgte dafür, dass sie am tropischen Strand Jeromy Johnson kennen lernte. Der heute 33-Jährige eroberte nicht nur ihr Herz, sondern ist auch der Grund für ihr Auswandern.
Geheiratet. "Er ist aus San Francisco und war damals auf Weltreise. Costa Rica war seine letzte Anlaufstelle", erzählt die Allgemeinmedizinerin. Nach fast zwei Jahren und einigen "Dates" in Kärnten und San Francisco war klar: "Mir hat die Stadt so gut gefallen, im Dezember 2006 wanderte ich aus und damals haben wir auch in San Francisco geheiratet."
Schwerer Anfang. Das erste Jahr sei schwierig gewesen, auch für ihre Familie und Freunde in Klagenfurt: "Schließlich liegt zwischen Klagenfurt und San Francisco ein 15-Stunden-Flug." Die Stadt sei aber mit rund 700.000 Einwohnern im Zentrum überschaubar. "San Francisco ist innovativ und weltoffen. Man lernt schnell Leute kennen. Allerdings bleibt das oft doch sehr oberflächlich. Ich habe viele deutsche Freundinnen in San Francisco", so Johnson.
Fuß gefasst. Mittlerweile hat die Ärztin auch beruflich - als Alternativmedizinerin - Fuß gefasst. "Um als Allgemeinärztin arbeiten zu können, müsste ich die Lizenz machen und das würde fünf Jahre mit Turnus bedeuten. Ich habe eine private Praxis für Alternativmedizin, das ist gesetzlich erlaubt", sagt Johnson. Sie hat sich auf Entgiftungen und energetische Heilmethoden in Bezug auf physische und emotionale Probleme spezialisiert. Dabei wird - bei persönlichen Sitzungen oder auch über Telefon - das Unterbewusstsein positiv beeinflusst. Das kann dabei helfen, abzunehmen, sich selbstbewusster zu fühlen oder überhaupt sein Leben zu ändern. "Ich habe in der Zeit, in der ich in Amerika bin, so viel dazugelernt, wie ich es in Österreich nie hätte können", sagt die 34-Jährige.
Tolle Partys. Drei Wochen pro Jahr verbrachte Johnson in der Zwischenzeit in Kärnten: "Ich möchte in Zukunft halbjährlich nach Klagenfurt kommen. Ein Jahr ist schon lang." Obwohl mittlerweile auch der Flug nach San Francisco ein "Heimflug" ist und die Stadt mit ihren Vorteilen lockt: jede Woche Kongresse für Mediziner, multikulturelle Angebote, die Offenheit der Leute und tolle Partys.
Heimweh. Trotzdem fehlen ihr immer wieder ihre Freunde, Familie, das saubere Wasser und natürlich auch der Wörthersee. Katharina Johnson: "Mein Mann und ich werden noch ein paar Jahre in San Francisco genießen. Wer weiß, wohin es uns dann verschlagen wird.
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Jeromy und Katharina JohnsonFoto © KK/Privat
Zur Person
Katharina Johnson. Die gebürtige Klagenfurterin ist im Dezember 2006 nach San Francisco ausgewandert und hat dort ihren Mann Jeromy (Steuerberater und Yogalehrer) geheiratet.
Karriere. Sie arbeitet in ihrer Privatpraxis als Alternativ- medizinerin. Nähere Informa-tionen dazu unter: www.drkatharina.com (in englischer Sprache) oder unter Telefon 0650 35 11 801.
Vorschläge. Kennen auch Sie Klagenfurter, die ausgewandert sind oder haben sogar Sie selbst im Ausland ein "neues Leben" angefangen. Schicken Sie Ihre Vorschläge mit Kontaktadresse und einer kurzen Begründung, warum er/sie vorgestellt werden sollte, ganz einfach per E-Mail an klagenfurt@kleinezeitung.at.












