Klassischer Geniestreich im Klagenfurter Jazzclub
Synart-Abend mit Haydn, Beethoven, Brusatti & Co. im Jazzclub Kammerlichtspiele.
"Genies können sich nie leiden". So drastisch beschreibt Otto Brusatti das Verhältnis von Haydn und Beethoven: "Sie haben sich zwar respektiert, aber ihr Umgang war distanziert und nicht friktionsfrei." Der Ö1-Moderator weiß Geschichten zu erzählen und vor allem interessante Inhalte dem Publikum lebendig und unkompliziert näher zu bringen. So wie jetzt bei einem Abend der Kulturinitiative Synart-Tanzenberg, angeregt von ihrem Motor, dem Gymnasialprofessor Ernst Sigot im Jazzclub Kammerlichtspiele.
"Haydn and beyond". Nach einem Workshop vor 350 Schülern am Vormittag im Europagymnasium wirkte Brusatti nun unter dem Motto "Haydn and beyond" als moderierender Programmzettel eines Klavierkonzertes. In angenehmem Plauderton mit großer erzählerischer Kraft vermittelte er allerlei Wissenswertes und Witziges über das Genie Joseph Haydn, dessen 200. Todestages heuer gedacht wird.
Kraftvoll. Mit großer erzählerischer Kraft vermochte auch Anika Vavic am Klavier dessen Werke zu interpretieren. Da erklangen eine frühe (in D-Dur, Hob.XVI:19) und eine spätere Haydn-Klaviersonate (in As-Dur, Hob.XVI:46) wie auch Sonaten von Beethoven in D-Dur, op.10/3 und Prokofjew Nr. 6 in A-Dur, op.82. Dabei stellte sich die (preis-)ausgezeichnete Künstlerin trotz des relativ abgespielten Flügels als hoffnungsvolle Nachwuchspianistin vor: Ihre Interpretation der unterschiedlichsten Werke war sehr ausgefeilt, stilsicher und nuancenreich, wobei ihr ein feines, wunderbares Pianissimo auffällt. Ihre Technik besticht durch große Geläufigkeit und Griffsicherheit. Mit einem Wort: Ein großes Versprechen für die Zukunft!













