Billigflieger halten Passagierrückgang in Grenzen
Gedränge am Himmel über Klagenfurt. Billigfluglinien halten den Passagierrückgang in Grenzen. Einmal pro Woche kommt Lauda-Air.

Foto © Kleine Zeitung DIGITAL/Helmuth Weichselbraun
Hochfliegende Träume, was die Passagierzahlen betrifft, hat man am Flughafen Klagenfurt ohnehin nicht. "500.000 Passagiere pro Jahr sind das Maximum", gibt sich der Direktor des Klagenfurter Flughafens, Johannes Gatterer, keinen Illusionen hin.
Trotz Krise gut unterwegs. Gemessen an anderen innerösterreichischen Flughäfen, die im ersten Quartal ein zweistelliges Minus in die Bilanzen schrieben, ist der südlichste und kleinste Flughafen Österreichs, gut dran: 16.000 Passagiere weniger ergeben ein Minus von "verkraftbaren" acht Prozent. "Trotz der Krise sind wir ganz gut unterwegs", unterstreicht der Flughafen-Chef. Vor allem die Billigflieger Ryanair und Tuifly halten den Passagierrückgang in Grenzen. "Es ist auffallend, dass die Rückgänge im hochwertigen und im Business-Bereich wesentlich höher sind, als im Lowcost-Segment. Offensichtlich leistet man sich einen günstigen Flug nach London oder Hamburg immer noch," so Gatterer.
Viele neue Fluglinien. Während Kärnten in puncto Ferienflieger im Sinkflug begriffen ist - von den sieben Charterverbindungen sind gerade einmal zwei verblieben (Naxos, Antalya) -, wird der Klagenfurter Flughafen von neuen Fluglinien regelrecht "gestürmt". Binnen einem Monat haben der deutsche Billigflieger Germanwings, die steirische Privatfluglinie Robin Hood und jetzt auch noch Lauda-Air in Klagenfurt angeheuert. Lauda fliegt im Sommer KLU einmal in der Woche (Samstag) Klagenfurt von Innsbruck aus an, um Passagiere nach Antalya mit an Bord zu nehmen. Auf Restplätzen können Tiroler um 59 Euro einen ganzen Tag in Kärnten verbringen.
“Kärntner Markt ist zu klein“. "Für uns ist es wichtig, dass wir auf mehreren Beinen stehen. Je mehr Fluglinien nach Klagenfurt kommen, umso besser", ist Gatterer erfreut, "auf die Passagierzahlen wirkt sich das aber kaum aus, denn der Markt wird nicht größer, der Flugmarkt schon gar nicht", bleibt der Flughafendirektor am Boden. Denn die attraktiven Linien von Ryanair nach Barcelona und Sardinien bleiben dem Flughafen Graz vorbehalten. "Man muss realistisch sein, dafür ist der Kärntner Markt einfach zu klein", so Gatterer. Außerdem sei den Kärntner Passagieren eine Stunde Fahrzeit nach Graz durchaus zuzumuten.












