Lanner kauft Waisenhauskaserne
3,67 Millionen Euro Kaufpreis. Auf dem Bundesheer-Areal im Herzen Klagenfurts wollen Nikolaus und Karin Lanner Luxuswohnungen bauen.

Foto © kk/sivbeg
Im Bieterwettbewerb um die Klagenfurter Waisenhauskaserne haben Nikolaus und Karin Lanner zugeschnappt. Die Errichter der Appartment-Komplexe Aenea und Belvedere in der Gemeinde Maria Wörth haben für die 22.350 Quadratmeter große Liegenschaft 3,67 Millionen Euro bezahlt, teilte gestern die Sivbeg mit, die als Verkaufsgesellschaft des Verteidigungsministeriums und der Bundesimmobiliengesellschaft den Verkauf von Bundesheerkasernen abwickelt. Seit 2006 wurden bereits neun Heeres-Liegenschaften in Kärnten um 11,5 Millionen Euro verkauft, österreichweit 74 Objekte um 109 Millionen Euro.
"Stadtpalais". "Wir wollen dort eine 5-Sterne-Wohnanlage errichten", bestätigte Rechtsanwalt Nikolaus Lanner gestern den Kauf. Gemeinsam mit Gattin Karin wolle er am Fuß des Kreuzbergls "in lockerer Bebauung Luxuswohnungen in Stadtpalais" bauen. Auf die Frage nach den konkreten Objektgrößen räumte Lanner ein, dass "laut Stadtplanung eine dreigeschossige Bauweise vorgesehen ist. Wir werden aber eine GFZ (Geschossflächenzahl) von 0,65 Prozent nicht überschreiten."
Denkmalschutz. Das unter Denkmalschutz stehende Stabsgebäude soll für Büros und Ordinationen saniert werden. Der in der Kaserne untergebrachte städtische Kindergarten werde weiter bestehen. Bauherr Lanner will dafür "auf der Parkfläche einen modernen, baubiologisch ausgerichteten Kindergarten neu errichten".
Zu 80% verkauft. Anrainern und Behörden soll das Konzept Anfang Juli vorgelegt werden. Als Architekten bietet Lanner erneut Andreas Krainer auf. Der letzte Eingriff durch das Krainer-Projekt Belvedere ins Ortsbild von Maria Wörth hatte auch heftige Kritik ausgelöst, die Lanner zurückweist. Trotz Immobilien-Flaute gibt er sich für den Verkauf zuversichtlich. "Im Belvedere sind die Appartements zu 80 Prozent verkauft. Am Kreuzbergl hoffen wir auch auf erfolgreiche Kärntner in Wien, die im Ruhestand in die Heimat zurück wollen."













