Kunden fahren ab auf die Schrottprämie
Ein Coup ist der Regierung mit der Verschrottungsprämie gelungen. Am ersten Tag wollten schon über tausend ihre alte Kiste gegen ein neues Auto eintauschen, die allesamt umweltfreundlicher sind.

Foto © AP/SymbolbildVerschrottungsprämie zeigt Wirkung
Die Öko- oder Verschrottungsprämie zeigt Wirkung. Sie ist zwar erst seit gestern in Kraft, wurde aber schon mehr als 1000 Mal von österreichischen Autohändlern abgerufen.
Bringt Bewegung in den Markt.
"Eine gute Sache für den Autohandel, damit kommt wieder Bewegung in den Markt", bestätigt der Gremialvorsteher des Kärntner Autohandels, Hubert Aichlseder, die positive Wirkung. In seinem Renault/Dacia Autohaus in Klagenfurt sind gestern 20 Anträge für die Prämie an das Finanz-
Sehr bürokratisch. Bekanntlich müssen die Autos mehr als 13 Jahre alt sein, damit die Prämie ausgezahlt wird. Die Abwicklung erledigt der Autohändler, die 1500 Euro pro Auto überweist das Finanzministerium. Enzi kritisiert die komplizierte Abwicklung. "Wir brauchen pro Kunden zwei Stunden." Dabei treibt auch die Bürokratie Blüten. Die alte Blechschüssel, die zur Verschrottung frei gegeben wird, muss ein gültiges Pickerl aufweisen. "Wenn das Pickerl abgelaufen ist, müssen wir das Auto mit einem neuen versehen, bevor es in die Verschrott-
Tendenz zu Kleinwagen.
Bei allen befragten Händlern ist die Tendenz zum kleinen Auto auffällig. Wobei das Lowcost-Auto Dacia um 7990 Euro der Renner ist. Auch bei BMW sind es eher die kleineren Modelle, die nachgefragt werden. Ernst Igerc von Seat Igerc in St. Michael hat durch die Prämie schon 16 Autos verkauft. "Diese Kunden hätten keinen Neuwagen gekauft, sondern einen gebrauchten. Die Regierung hat den Topf mit 22,5 Millionen Euro gefüllt. Igerc hofft, dass nachgefüllt wird, wenn er geleert ist und die Aktion, wie in Deutschland, verlängert wird. Dort ist dem Staat das Abwracken 2500 Euro wert. Die Zahl der Anträge ist daher auf mehr als eine Million gestiegen. Die geplante Obergrenze von 600.000 Prämien für den Kauf eines Neuwagens ist weit überschritten. Der Fördertopf von 1,5 Milliarden Euro soll noch bis Jahresende aufgestockt werden.













