Justizskandal: Bordellchef wieder frei
Weil es keinen internationalen Haftbefehl gegen den gesuchten Klagenfurter Zuhälter gibt, wurde dieser in Paraguay wieder auf freien Fuß gesetzt - gegen Bargeld und zwei Handys.
Der österreichischen Justiz ist jener flüchtige Klagenfurter Zuhälter, der im Zusammenhang mit dem mysteriösen Verschwinden von Michaela Grabner steht, wieder entwischt: Der Mann wurde vor kurzem wegen des Verdachtes des Drogenbesitzes in Paraguay vorübergehend festgenommen (wir berichteten).
Freigelassen. Da sich der Verdacht offenbar nicht bestätigt hat und es gegen den Zuhälter keinen internationalen Haftbefehl gibt, wurde er von der lokalen Polizei wieder freigelassen. Gegen eine entsprechende Summe Bargeld (rund 2300 Dollar) und zwei Mobiltelefone. Handys sind in Paraguay heiß begehrte Ware.
Angezeigt. Jene drei Polizisten, die den Kärntner wegen angeblichen Kokainbesitzes auf die Polizeiwache "entführt" und anschließend erpresst haben sollen, wurden von diesem jetzt angezeigt. Sie bleiben weiterhin in Haft und müssen jetzt laut lokalen Medienberichten mit einem Strafverfahren rechnen.
Verpfiffen. Der Bordellchef soll übrigens von einem Freund - er sitzt in Paraguay wegen Drogenbesitzes hinter Gittern - verpfiffen worden sein. Und Ausländer mit entsprechenden Geld nimmt die dortige Polizei gerne ins Visier. Die beiden Kärntner sind im November aus einer Haftanstalt in der Steiermark geflohen. Anschließend tauchten sie in Südamerika unter. Zumindest einer von beiden ist mit einem gefälschten Pass eingereist. Der Zuhälter, er hat noch eine Reststrafe von über einem Jahr abzusitzen, war übrigens schon vor einigen Jahren in Paraguay.










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