Im Ozean der tausend Fragen
Exquisites Theater im Anflug: "Solaris" landet auf dem Messegelände.

Foto © KKSusanne Kubelka
Die Schubkraft ist groß und steigert die Neugier: In Köln wurde die "Solaris"-Produktion von der Theaterzeitung AKT zur Inszenierung des Monats gewählt und auch gleich für den Kölner Theaterpreis 2009 vorgeschlagen. In Kritiken ist vom "stimmigen Einsatz" der Mittel die Rede, die Inszenierung von Gerhard Roiß wird als "irritierend, faszinierend, eine Art zauberberg, auf dem man vor allem sich selbst begegnet" gelobt. Vollends überzeugt hat in der kosmischen Groteske für vier schauspieler, fünf Tänzer und einen Videokünstler vor allem Susanne Kubelka mit "ihrem breiten Spektrum an Emotionen".
Premiere. Die gebürtige Kärntnerin, hierzulande auch aus Inszenierungen ihres Bruders Alexander Kubelka bekannt, war auch treibende Kraft hinter der "Solaris"-Landung in Klagenfurt. Dass sich der Premierentermin mit der Premiere der "Dreigroschenoper" im Stadttheater überschneidet, war leider nicht zu verhindern. "Wir mussten nehmen, was wir kriegen konnten," bedauert die Schauspielerin. Der Wissenschaftler Kevin landet glücklicherweise fünfmal im trüben Licht des zähflüssigen Ozeans auf dem Planeten "Solaris" und findet mehr Fragen als man beantworten kann.
Projekt. 2005 hat Susanne Kubelka mit Gerhard Roiß in Köln die Gruppe "Coop05" gegründet. In Kärnten war bereits ihre Arbeit "Aug in Aug" (Bergbaumuseum und Persmanhof) zu sehen. "Solaris" (nach Stanislaw Lem) ist das zweite länderübergreifende Theater- und Tanzprojekt von "Coop05". Künstler aus Deutschland, Österreich und Frankreich haben am Projekt mit gearbeitet.
Solaris. Groteske nach S. Lem. Premiere: 26. März, 20 Uhr im [kwadrat], Messegelände Klagenfurt. Weitere Termine: 27., 28., 29., 30. März. Karten/Info ab 23. 3.: 0699/19477869; www.coop05.de













