Franz Schwager: Kärntner FPÖ-Urgestein geht von Bord
Der 64-Jährige war vier Jahre Landesparteichef: "Habe meinen Beitrag geleistet."

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Eigentlich wollte Franz Schwager seine
politische Karriere bereits vor vier Jahren auslaufen lassen. Aber
nach der Gründung des BZÖ im Jahr 2005 avancierte der Oberkärntner
vom einfachen Abgeordneten plötzlich zum FPÖ-Obmann. Bis zur
Wahlniederlage am 1. März 2009 blieb der 64-Jährige dann der einzige
FPÖ-Abgeordnete im Kärntner Landtag. Insgesamt war das Politurgestein
knapp 20 Jahre Abgeordneter und zehn Jahre Bürgermeister in seiner
Heimatgemeinde Steinfeld (Bezirk Spittal).
"Beitrag geleistet".
Dem volkstümlichen Politiker wurde nicht zuletzt wegen seiner
Geradlinigkeit selbst von politischen Gegnern Respekt gezollt. Die
FPÖ in Kärnten auf eine solide Basis zu stellen ist ihm aber nach der
Abspaltung des BZÖ nie wirklich gelungen. "Ich habe meinen Beitrag
für Kärnten und die Partei geleistet, jetzt werde ich wieder
einfaches Parteimitglied", kommentierte Schwager seinen Abschied aus
der Spitzenpolitik.
Karriere.
Franz Schwager wurde am 18. Jänner 1945 in Steinfeld im Drautal
geboren. Nach der Schule absolvierte er eine Mechaniker-Lehre und
arbeitete dann als Mechaniker und Kraftfahrer beim Spittaler
Bauunternehmen Isola-Lerchbaumer, das heute Strabag AG heißt.
Schwager trat 1966 in die FPÖ ein, zuvor war er bereits beim Ring
Freiheitlicher Jugend tätig.
Haider.
1979 holte ihn Jörg Haider, damals seit rund drei Jahren
FPÖ-Landessekretär in Kärnten, in die Politik, Schwager wurde
Bezirksgeschäftsführer in Spittal. 1989 zog er erstmals in den
Landtag ein, dem er bis zu seinem Ausscheiden ununterbrochen
angehörte. 1993 erklomm er dazu den Bürgermeistersessel von
Steinfeld, er blieb zehn Jahre lang Gemeindeoberhaupt.
FPÖ-Treue.
Mit seinem Mentor Haider habe es bis zum 4. April dieses Jahres
"nie ein Zerwürfnis" gegeben, sagt Schwager. Die an diesem Tag
verkündete Gründung des BZÖ mochte er jedoch nicht mehr mitmachen.
"Ich war immer ein Freiheitlicher und werde der FPÖ treubleiben", war
Schwagers Grundsatz, der beim freiheitlichen Sonderparteitag am 8.
April 2005 in Klagenfurt auch als einziger Gegner des neuen Weges ans
Rednerpult trat und sich mit Inbrunst gegen die Trennung aussprach.
Parteichef.
So erbte er eine Position, "um die ich mich nie gerissen habe",
nämlich jene des Parteichefs. Als einziger FPÖ-Abgeordneter im
Landtag versuchte er sich wacker zu behaupten, was ihm bisweilen auch
gelang. Er musste aber auch sehr oft zur Kenntnis nehmen, dass es mit
den Rechten von kleinen politischen Fraktionen in Kärnten nicht zum
Besten stehe.













