Zwei Drittel der Kärntner Industriebetriebe planen Personalabbau
65 Prozent der Kärntner Industriebetriebe planen einen Personalabbau. Das hat die quartalsmäßige Konjunkturumfrage der Kärntner Industriellenvereinigung (IV) ergeben.

Foto © APAIndustriebetriebe planen Personalabbau
"Es ist ein gedrücktes Bild mit einigen positiven Ausnahmen", so schilderte IV-Präsident Otmar Petschnig am Donnerstag bei einer Pressekonferenz die Situation.
Erhebung. An der Erhebung haben 55 Firmen mit insgesamt 15.640 Beschäftigten teilgenommen. 56 Prozent von ihnen rechnen mit einer Verschlechterung der Geschäftslage, nur rund acht Prozent stellen sich auf eine Besserung ein. Besonders stark betroffen von der rückläufigen Konjunktur sind die Branchen Automotive, Elektronik und Holz.
Export. War bisher der Export der Motor der Kärntner Konjunktur, so ist er jetzt eine der Hauptursachen des Rückgangs. 55 Prozent der Befragten meldeten eine fallende Auslandsnachfrage, 27 Prozent verzeichnen gleichbleibende Aufträge, nur 13 Prozent können sich über eine steigende Nachfrage freuen.
Unternehmen trotzen Krise.
Als Unternehmen, die der Krise trotzen, präsentierte Geschäftsführerin Claudia Mischensky unter anderen den Stromversorger Kelag. Dieser plane im Zuge eines Investitionsprogramm, rund 30 Beschäftigte zusätzlich einzustellen. Auch der Hersteller von Solarkollektoren mit Sitz in St. Veit, GREENoneTEC, wolle in diesem Jahr 8,5 Mio. Euro investieren, so Mischensky. Weiters verzeichne der Arzneimittelproduzent Hermes Pharma in Wolfsberg eine sehr gute Auslastung. Auch die Firma Philips in Klagenfurt reduziere ihre Entwicklungsprojekte nicht, und der börsenorientierte RHI-Konzern nutze den Auftragsrückgang für Wartungsarbeiten am Standort Radenthein, sagte die IV-Geschäftsführerin.
Features
Fakten
An der Erhebung haben 55 Firmen mit insgesamt 15.640 Beschäftigten teilgenommen. 56 Prozent rechnen mit Verschlechterung der Geschäftslage, acht Prozent stellen sich auf eine Besser-












