Hilferuf für Notärzte hatte Erfolg
Im LKH Klagenfurt wurde ein Krisenherd beseitigt. Der medizinische Chef stimmte Aufstockung der schwer unterbesetzten Notaufnahme zu.
Die Kollegen in der zentralen Notfallaufnahme können die Verantwortung für ihre Tätigkeit nicht mehr übernehmen, die Führung lässt sie im kriminellen Bereich arbeiten.
Notruf. Mit diesem "Notruf" via Kleine Zeitung rüttelte der Spitalsärztesprecher der Ärztekammer, Boris Fugger, Donnerstag nicht nur die Öffentlichkeit auf, sondern offenbar auch den medizinischen Direktor des LKH, Thomas Koperna, der den überlasteten Medizinern bis dahin die kalte Schulter gezeigt hatte.
Aufnahme wird aufgestockt. "Direktor Koperna hat eingelenkt, die Aufnahme wird um einen Assistenzarzt aufgestockt", freute sich Betriebsrats-Chef Arnold Auer gestern nach einem Krisen-Gespräch. Ein Ober- und ein Assistenzarzt mussten zuletzt mit im Durchschnitt bis zu 70 Zugängen pro Tag fertig werden.
Veraltetes Gesetz?. Noch dauern wird die Klärung der Frage, ob die umstrittene Kündigung des Vorstandes der Kinder- und Jugend-Neuropsychiatrie, Georg Spiel, berechtigt war oder nicht. 21 Primarärzte demonstrierten gestern im Büro von Gesundheitsreferent Peter Kaiser (SPÖ) ihre Solidarität mit Spiel und deponierten ihren Unmut über die Vorgangsweise von LKH-Direktor Koperna. Bezüglich der Spiel unterstellten Dienstrechtsverletzung schließt Kaiser, der einen Gutachter eingeschaltet hat, nicht aus, dass die Kärntner Krankenanstaltenordnung hinter der modernen medizinischen Praxis zurückgeblieben sein könnte.
Fremdkörper.
Die Primarärzte wiesen laut Kaiser auch auch eindringlich darauf hin, dass es um Motivation und Stimmung im Haus nicht gut stehe. Kaiser: "Dabei spielt die Betriebsorganisation eine zentrale Rolle. Sie wird noch als Fremdkörper empfunden, weil die Mitarbeiter nicht abgeholt werden."













