Explosion: Arbeiter weiter auf "Intensiv"
Die Unglücksstelle im Koralm-Stollen wird von einem Gutachter untersucht.

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Als ernst, aber stabil stuften gestern die behandelnden Ärzte auf der Intensivstation des LKH Klagenfurt den Gesundheitszustand eines 28-jährigen Bleiburgers ein. Der Mann war, wie ausführlich berichtet, am Sonntag kurz nach Mitternacht bei einer heftigen Explosion im Sondierstollen des Koralm-Einbahntunnels bei Maria Rojach schwer verletzt worden. Ein Spezialistenteam der medizinischen Fachbereiche Gesichts,- Augen-, und Mikrochirurgie hatte den Schwerstverletzten mehr als zehn Stunden operiert. Glühend heiße Aluminiumteilchen der Hülle einer Sprengkapsel hatten sich ins Gesicht des Maschinisten und Sprengbefugten gebrannt.
Sprengzünder aktiviert.
Gestern fuhren der Leiter der Brandgruppe im Landeskriminalamt, Chefinspektor Werner Mochorko, und ein gerichtlich beeideter Sachverständiger für das Sprengwesen in den Stollen ein, um die Unglückstelle genau zu untersuchen. Bei den Erhebungen wurde festgestellt, dass beim Einführen einer Bohrlafette in das Bohrloch ein noch darin befindlicher Sprengzünder aktiviert wurde. In der Folge kam es zur Detonation. Es dürfte irrtümlich angenommen worden sein, dass der Zünder bereits vorher im Rahmen einer Sprengung detoniert war.
Auflagen eingehalten?
In die Ermittlungen eingeschaltet hat sich am Sonntag das Arbeitsinspektorat. Für die Arbeitnehmer-Aufsicht will klären, ob alle im Tunnelbau sehr strengen Sicherheitsauflagen auch restlos eingehalten wurden. Für die Zeit der Untersuchungen mussten die Arbeiten im Stollenvortrieb eingestellt werden.













