BayernLB rechnet mit fünf Milliarden Verlust
Vorstand Kemmer: Hypo- Verkauf ist keine Option.
Mit einem operativen Verlust von fünf Milliarden Euro rechnet die BayernLB, Mehrheitseigentümerin der Hypo Group Alpe Adria, für das abgelaufene Jahr. Gingen im November die Schätzungen noch bei einem Verlust von drei Milliarden aus, so musste Kemmer diese Zahl im Interview mit der "Börsen-Zeitung" nach oben korrigieren.
Schwieriges drittes Quartal.
Als Grund nannte er das schwierige dritte Quartal, das sich alleine bei den Wertpapierbeständen mit 1,7 Milliarden Euro negativ ausgewirkt hat. Ein Sprecher der BayernLB erklärte, das erwartete Milliarden-Minus sei bereits in die Berechnung zum Kapitalbedarf der BayernLB eingeflossen. Von ihrem Haupteigentümer, dem Freistaat Bayern, bekommt die Bank zehn Milliarden Euro an frischem Kapital.
Verkauf kein Thema. Die Entscheidung, die Kärntner Hypo Group Alpe Adria zu kaufen, verteidigte Kemmer abermals. An einen Verkauf verschwende er derzeit keinen Gedanken, gleichzeitig betonte er, dass die Reformen bei der Hypo noch nicht abgeschlossen sind und sie in das Restrukturierungsprogramm des Konzerns einbezogen wird. Kemmer wörtlich: "Wir schauen uns an, ob die Märkte, auf denen sich die Hypo bewegt, die kritische Masse haben." Auch eine Stärkung des Retailgeschäfts sei für ihn eine mögliche Option.
Zu wenig durchdacht. Die Pläne zu einer "Bad Bank" haben für Kemmer "in ihrer Grundidee sicher Charme", doch noch seien sie zu wenig durchdacht.














