Klagenfurts Ex-SPÖ-Chef kandidiert mit eigener Liste
Kärnten-Wahl: Ewald Wiedenbauer kandidiert mit eigener Liste. SPÖ-Frauenchefin kandidiert mit ihm für Gemeinderat. Rohr kündigt Parteiausschluss an.

Foto © APA Wiedenbauer war 2007 zurückgetreten. Nun geht er mit einer eigenen Liste ins Rennen.
Zwei Tage vor Ende der Einreichfrist für die Kandidatur zu den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Kärnten hat am Mittwoch der ehemalige Klagenfurter SPÖ-Chef Ewald Wiedenbauer bekanntgegeben, dass er mit einer eigenen Liste ins Rennen gehen wird. "Ich rechne mit zehn bis zwölf Prozent der Stimmen", sagte Wiedenbauer gegenüber der APA. Er war im Sommer 2007 zurückgetreten, nachdem ihm Wahlbetrug bei einem Stadtparteitag vorgeworfen worden war. Sein Wahlkampfbudget bezifferte Wiedenbauer mit rund 100.000 Euro.
Überläufer. Wiedenbauer hat einige SPÖ-Mandatare aus der Gemeinderatsriege "mitgenommen", prominenteste Überläuferin ist Sieglinde Trannacher, bei Wiedenbauer Listenzweite. Sie ist SPÖ-Frauenchefin, Landtagsabgeordnete und hätte bei der Landtagswahl einen sicheren Listenplatz gehabt. "Ich werde den Parteivorsitzenden ersuchen, mich von der Landtagsliste zu nehmen", sagte Trannacher, die auch alle ihre Parteifunktionen zurücklegt. Der Grund für ihren Schritt: "Mir ist von der SPÖ Klagenfurt meine politische Heimat genommen worden, ich kann im Landtag nicht im luftleeren Raum agieren." Mathiaschitz wollte sie bei der Gemeinderatsliste auf einen Platz jenseits der 40 setzen, worauf Trannacher verzichtete.












