Hendl-Firma pleite: Chef wegen Millionenbetrugs vor Gericht
Nach dem Mega-Konkurs des Geflügelhändlers "Classico" wird es für den damaligen Geschäftsführer eng.
Vor knapp zwei Jahren wurde Wolfgang K. verhaftet. Der Geschäftsführer des Geflügelhändlers "Classico" landete wegen Betrugverdachts in Untersuchungshaft. Als die Hendl-Firma Anfang 2007 mit mehr als 16 Millionen Euro in Konkurs "flog", stießen die deutschen Firmeninhaber auf Unregelmäßigkeiten in ihrer Klagenfurter Filiale.
Millionen abgezweigt. Jetzt begann der Prozess gegen den 53-Jährigen. Staatsanwalt Christoph Pollak erhob Anklage wegen schweren, gewerbsmäßigen Betrugs und Untreue. Wolfgang K. soll mehrere Millionen Euro abgezweigt haben. Einen Teil des Geldes verwendete er angeblich für den Bau seines Hauses. Vor Richter Oliver Kriz beteuerte der Mann bisher seine Unschuld. Laut Anklage wickelte er seine Betrügereien mit gefälschten Rechnungen ab oder über Wechselscheine. Zudem soll er während seiner Zeit als Geschäftsführer eine Parallelfirma aufgebaut haben.
Tonnenweise Fleisch. "Classico" handelte mit gefrorenem Geflügel aus Südamerika und vertrieb es in Österreich und in den Nachbarländern. Nach dem Konkurs saßen die Masseverwalter auf tonnenweise tiefgekühltem Fleisch fest. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.














