Filzkugel fliegt nicht mehr in Pörtschach
Ronnie Leitgeb vermietete seine ATP-Lizenz. Neuer Spielort soll der alte sein - St. Pölten.

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Die Verhandlungen zogen sich lange hin. Doch zu Weihnachten legte das Christkind Ronnie Leitgeb einen neuen Austragungsort für sein ATP-Turnier unter den Baum. "Ich habe meine Lizenz für drei Jahre plus Option auf zwei weitere vermietet", meldete der Wahl-Pörtschacher am Samstag von der Schipiste in St. Oswald, "der neue Austragungsort steht fest, aber ich darf ihn nicht vor 20. Jänner verraten. Nur so viel kann ich sagen - es ist weder Pörtschach noch Kitzbühel. Gespielt wird weiter im Mai." Der Präsident des Kärntner Tennisverbandes verriet auch nicht, ob der neue Spielort in Österreich liegt.
St. Pölten? Das erfuhr die Kleine Zeitung aber von anderer Seite. "Von einem Abwandern des Turniers ins Ausland ist mir nichts bekannt", erklärte ein enger Freund von Leitgeb. Durch die späte Entscheidung bleibt in Österreich nur noch eine Möglichkeit - St. Pölten. Dort veranstaltete Leitgeb das Event vor der Übersiedlung an den Wörthersee. "In der niederösterreichischen Hauptstadt steht alles, würden nur wenige Euros in die Turnier-Infrastruktur fließen", plauderte ein Insider aus der Schule. Aus Niederösterreich hörte man nur: "Kein Kommentar." Das ist meistens das beste Zeichen für ein "Ja".
"Alles möglich". Ein ewiges "Nein" zu Kärnten gab es für Ronnie nicht: "Wenn sich im Land einiges ändert, die neue Mehrzweckhalle in Klagenfurt steht, ist alles möglich." Ein Grund für das Aus in Pörtschach war der verbale Schlagabtausch zwischen Leitgeb und Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Der erteilte der Anfrage des KTV-Bosses um eine Turnier-Subvention von 300.000 Euro aus dem Tourismus-Budget eine klare Absage. Was der Ex-Muster-Coach in Zukunft machen wird, steht nicht fest: "Ich denke im Jänner nach. Zuerste rutsche ich in Kitzbühel ins neue Jahr."
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