Zwei Märchen & ein Talent mit Zukunftspotential
Das "Konse"-Orchester spielte ganz groß auf.
Strawinskys geniale Suite aus dem Ballett "Der Feuervogel" ist ein schwerer Brocken. Aber das Symphonische Orchester des "Konse" hat die erfolgreiche Komposition, deren Handlung auf zwei altrussischen Märchen basiert, passabel bewältigt und damit im Konzerthaus Klagenfurt wieder einmal ein erfreulich kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Wenngleich Michael Brandstätter am Pult diesmal in erster Linie auf Sicherheit bedacht war, recht breite Tempi wählte und manches vielleicht dadurch zu zurückhaltend erklingen ließ.
Mit Bravour.
Und wenngleich es auch hie und da an Feinschliff, Kontrast und Balance mangelte, so hörte man in dem fast nur von Studenten des Landeskonservatoriums besetzen Klangkörper einen ungemein farbigen, orchestral glänzenden Sound. Und die unzähligen solistischen Einwürfe wurden von allen Stimmführern mit Bravour bewältigt.
Riesenjubel. Zuvor hatte Marlene Ullreich ihren großen Auftritt: Die 23-jährige St. Veiterin musizierte den anspruchsvollen Solopart in den "Symphonischen Variationen für Klavier und Orchester" von César Franck mit erstaunlicher Reife und Virtuosität. Eine Pianistin mit Zukunft! Zur Einleitung gab es eine martialisch anmutende Uraufführung der "Introduktion für Orchester" des 43-jährigen Villachers Hans Peter Stinnig. Riesenjubel!












