Kärntner Speiseöl erstmals prämiert
13-köpfige Jury beurteilte sieben Ölsorten, angeboten von bäuerlichen Direktvermarktern.
Im Heubad gegartes Stierwadl mit Serviettenknödel, mit Kürbiskernöl verfeinert, Erdäpfelmus mit Frischkäse und einem pikanten Leindotteröl-Kick. Pflanzliche, native Speiseöle von Kärntner Bauernhöfen verleihen auch einfachen Gerichten eine Gourmet-Note, wovon man sich bei der 1. Kärntner Ölprämierung im Bio-Restaurant "Mund auf" in Klagenfurt überzeugen konnte, "Pflanzliche Öle sind das Parfum der Küche", illustrierte Juryleiter Franz Siegfried Wagner, staatlich befugter Lebensmittel-Gutachter aus Graz.
13-köpfige Jury. "So eine große Vielfalt auf engem Raum und herausragende Qualität", streute er den 33 Bauern Rosen, die der Einladung des Landesverbandes der Direktvermarkter und der Hauswirtschaftsabteilung der Landwirtschaftskammer gefolgt waren. Eine vorher sensorisch geschulte 13-köpfige Jury beurteilte sieben Ölsorten nach vier Kriterien.
Leichtes Depot. So wurden neben der chemisch-analytischen Prüfung auch Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack bewertet. Das Öl muss klar sein, darf nur ein leichtes Depot aufweisen, es darf nicht schmalzig und schmierig sein, erklärt Wagner. Wichtig sei neben der Frische auch die Reintönigkeit, Öle nehmen alle Gerüche rund um das Saatgut auf. Medaillen-Kaiser wurde das Ehepaar Hans und Brigitte Mikl mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen. "Wir betrachten die Prämierung als Qualitätssicherung", sagte Direktvermarkter-Obmann Anton Heritzer. Sie soll als Signal und Orientierung für den Konsumenten dienen.
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