Kärntner Literaten im Preisregen
Gestern wurde Gert Jonke mit dem "Nestroy"-Theaterpreis ausgezeichnet. Er ist nur einer von zahlreichen in Kärnten geborenen Autoren, die im heurigen Jahr Preise oder Auszeichnungen abräumen konnten.

Foto © APAGert Jonke bei einer Theaterprobe
Kärnten ist ein Land mit überdurchschnittlich großer Autoren-Dichte. Das haben nicht zuletzt die beiden Lesefeste in den Jahren 2003 und 2005 im Stadttheater Klagenfurt bewiesen. 16 bzw. 14 Autoren, darunter Größen wie Peter Turrini, Josef Winkler, Alois Hotschnig, Peter Truschner, Gert Jonke oder Alois Brandstetter, füllten das Stadttheater bis auf den letzten Platz.
Gering gefördert. Kärnten ist aber auch ein Land mit einer unverhältnismäßig geringen Literaturförderung: Gerade einmal 101.806 Euro wurden im Vorjahr für die schreibende Zunft aufgewandt. Nur gut also, dass Kärntens Literaten im heurigen Jahr bei den großen Preisen abräumen konnten.
Kärntner "Nobelpreis".So ging etwa der Georg-Büchner-Preis - sozusagen der deutschsprachige Literaturnobelpreis - an Josef Winkler. Mindestens zehn weitere aus Kärnten stammende, zum Großteil aber außerhalb des Landes lebende Autoren konnten sich über Auszeichnungen und Preise freuen. Zuletzt Gert Jonke, der gestern bereits zum dritten Mal den "Nestroy"-Theaterpreis erhielt.
Features
Wichtige Kärntner Autoren
Gustav Janus
Wurde für seine Doppelbegabung als Maler und Dichter ausgezeichnet. Gustav Janus bekam im Jänner den 29. Josko-Tischler-Preis, der mit einer Gustav-Janus-Gesamtausgabe verbunden war. Der Autor wurde 1939 in Zell/Pfarre geboren und lebt in Friessnitz.
Hugo Ramnek
Der Preis des Kärntner Schriftstellerverbandes ging heuer an Hugo Ramnek (48) für seine satirische Fabel "Das letzte von Leopold". Der gebürtige Bleiburger lebt in Zürich, wo er Deutsch unterrichtet. Derzeit sucht er einen Verleger für seinen ersten Roman.













