Im Budget des Heeres klafft Milliarden-Loch
In Kärnten sichert das Bundesheer noch 1850 Arbeitsplätze und lässt jährlich über 33 Millionen Euro in die heimische Wirtschaft fließen. Ob die "Firma Heer" weiterhin verlässlicher Partner bleibt, ist fraglich.

Foto © APA Die Soldaten gehen einer unsicheren Zukunft entgegen. Für die anstehenden Aufgaben reicht das Geld nicht
"Helfen, bergen, schützen". Jahrelang war dieser Leitslogan des österreichischen Bundesheers so etwas wie die unumstößliche Versicherung für die Bevölkerung. "Bundesheer droht Pleite", "Im medizinischen Notfall ist das Heer hilflos", "Hilferuf aus der Truppe: Geld und Soldaten fehlen" "Heer verwaltet sich nur noch selbst".
"Es ist ernst."
Das sind Schlagzeilen aus den letzten Tagen und Wochen, welche in den Kommandozentralen des Heeres die Alarmglocken schrillen lassen. "Ja, es ist ernst", bestätigt auch der Kärntner Militärkommandant Brigadier Gunther Spath. Wie viel Geld in unserem Bundesland für die Umsetzung der Bundesheerreform, die ab 1. Jänner 2010 schlagend werden soll, fehlt, lässt sich nicht exakt festlegen. Fest steht, dass das Verteidigungsbudget in den nächsten Fünf Jahren um insgesamt eine Milliarde Euro aufgestockt werden muss, um die Zielvorgaben erreichen zu können. Generalstabchef Edmund Entacher warnt vor einer drohenden Zeugungsunfähigkeit des Heeres. "Wenn die Budgetmittel auch nur geringfügig reduziert werden, müssen wir Verträge mit Lieferanten und Partner auflösen."
33 Millionen jährlich.
Für die Kärntner Wirtschaft würde dies eine "mittlere Katastrophe" bedeuten. Über 33 Millionen Euro fließen jährlich durch Herres-Einkäufe und Auftrage in den Marktplatz unseres Bundeslandes. Dazu sichert das Bundesheer 1850 Arbeitsplätze. "2010 ist für die Reform kein Dogma sondern ein Arbeitsbegriff. Trotzdem ist die Lage aufgrund der Budgetkrise besorgniserregend", betont Gunther Spath.
Kasernen geräumt.
Bei der Umsetzung der vorgegebenen Strukturbereinigung ist man in Kärnten fast im Plan. Der Prozess der Kaserne-Auflösung wird im ersten Quartal 2009 mit der Totalräumung der Waisenhaus-Kaserne ihren Höhepunkt und Abschluss erfahren. Das ausgedehnte Areal am Fuße des Klagenfurter Nobel-Wohngebietes Kreuzbergl ist das Filetstück der Heeresimmobilien, die in Privatbesitz übergehen.
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Seit 13 Jahren ist Willibald Albel bei der Offiziers Gesellschaft Kärnten Foto © Schild













