Down-Syndrom-Kind darf in "seine" Schule
Per Umlaufbeschluss sicherte der Stadtsenat, dass Behinderte länger in Regelschule dürfen.
Happyend für Petra Moser (16), Schülerin mit Down-Syndrom aus Maria Rain: Sie darf wieder in ihre Lieblingsschule, mit ihren Freunden und ihrer vertrauten Klassenlehrerin.
"Bitterlich geweint". Bis zur 10. Stufe Hauptschule besuchte Petra Integrationsklassen. Heuer im Sommer hieß es vom zuständigen Beamten: Ja, Petra habe noch das Recht auf ein Schuljahr, aber nicht im Regelschulwesen - Petra wollte mit ihrer Lehrerin wieder in die erste Hauptschulklasse -, sondern nur in einer Schule für Schwerstbehinderte. "Als Petra das erfuhr, hat sie bitterlich geweint", berichtete Mutter Monika Moser.
Gutachten eingeholt. Nach einem Leserbrief griff die Kleine Zeitung den Fall auf. Schon zuvor hatte Landesschulratspräsidentin Claudia Egger ein Gutachten eingeholt, das sich für den Verbleib des Kindes eingesetzt. Um Petras Wartezeit zu verkürzen - die nächste Stadtsenatssitzung ist im Oktober -, brachten Stadtrat Michael Matzan und Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz einen Umlaufbeschluss in Gang, der von allen unterschrieben wurde.
Vorreiterin. "Bürgermeister Scheucher ist zwar verreist, aber da wir alle zugestimmt haben, gehe ich davon aus, dass er auch einverstanden ist", sagt Mathiaschitz. So wird Petra zur Vorreiterin. "Der Antrag ist so formuliert, dass er in Klagenfurt für alle Kinder in Petras Situation gilt."












