Unikum ist dem Land Kärnten keinen Cent wert
100-prozentige Kürzung für Universitätskulturzentrum.
Das Universitätskulturzentrum, die mit Abstand innovativste, frechste und zugleich überregional bekannteste Kulturinitiative des Landes, muss im Jahr 2008 eine 100-prozentige Subventionskürzung hinnehmen. Neun Monate nach der Antragstellung teilte die Leiterin der Landeskulturabteilung, Erika Napetschnig, dem Verein lapidar mit, dass eine Förderung durch das Land Kärnten aufgrund "immer knapper werdender Mitteln" nicht möglich sei. In den Jahren davor waren aus dem Haider-Ressort noch 7000 Euro geflossen, angesichts der Bundesförderung von 63.000 Euro ein ohnehin bescheidener Betrag.
"Lange Wartezeit". Beim Verein, der zuletzt mit Wanderführern und Platzkonzerten kritische Heimatliebe bewies, nimmt man die Absage diesmal eher locker. "Wir haben nach der langen Wartezeit ohnehin nicht mehr mit dem Geld gerechnet und müssen uns halt nach der Decke strecken", erklärt Gerhard Pilgram. Sarkastischer Nachsatz: "Somit trägt das Unikum, wenn schon nichts zur Huldigung des Landeshauptmannes, so doch ein wenig zur Budgetkonsolidierung des Landes bei".
Kulturpolitik. Mit der jüngsten Absage schließt Kulturreferent Jörg Haider an jene Jahre an, als noch ein Andreas Mölzer die Kärntner Kulturpolitik bestimmte. Die "linke Denkfabrik" Unikum wurde damals ganz offen aus ideologischen Gründen ins Subventionswinkerl gestellt.













