Rebell "fischt" auch in Kärnten
Dinkhauser ist noch in Kärnten und Vorarlberg auf Kandidatensuche für seine Liste "Fritz Dinkhauser - Bürgerforum Österreich". Er versuchte Klaus Auer, der sich aus Politik zurückzieht, anzuwerben.

Foto © ReutersDinkhauser greift nach Kandidaten für seine Liste
ÖVP-Rebell Fritz Dinkhauser, der bei der Nationalratswahl österreichweit mit eigener Liste "Fritz Dinkhauser - Bürgerforum Österreich" antritt, muss in zwei Bundesländern nach wie vor eifrigst nach Kandidaten suchen. In Vorarlberg und Kärnten. Jetzt sickert erstmals durch, wer in Kärnten von Dinkhausers Team bereits kontaktiert wurde. Oberösterreichs Bauernrebell Leo Steinbichler, ehemals ÖVP-Bundesrat, soll seinen damaligen Amtskollegen Franz Gruber aus Kappel kontaktiert haben. Auch beim ehemaligen ÖVP-Landesgeschäftsführer Siegfried Torta, der in die Privatwirtschaft gewechselt ist, soll angeklopft worden sein.
Anruf in St. Veit.
Prompt reagierten Dinkhausers Mannen auch auf die Ankündigung von ÖVP-Nationalratsabgeordneten Klaus Auer, nicht mehr zu kandidieren. Am Tag nach Bekanntwerden des Rückzugs wurde bereits im ÖVP-Bezirksbüro in St. Veit angerufen. "Ich habe mir die Sache angeschaut. Eine Kandidatur bei Dinkhauser ist für mich aber kein Thema. Er ist zu weit weg von der ÖVP und ich falle meiner Partei nicht in den Rücken", sagt Auer.
"Achse vorstellbar".
Aufhorchen ließ zuletzt auch Karlheinz Klement, von der FPÖ ausgeschlossener Kärntner Nationalratsabgeordneter. Für eine Achse in der Kärntner FPÖ wäre eine Liste mit Dinkhauser vorstellbar, sagte er. Ob der Tiroler in diesem Umfeld "fischt", ist allerdings fraglich. Dinkhauser will "keine Nähe zu rechtsextremen Bereichen".
Kabeg.
Hochspannung herrscht vor der Aufsichtsratssitzung am Montag im LKH Klagenfurt, die unter dem Vorsitz des umstrittenen Kabeg-Vorstandes Dieter Mandl ablaufen wird. Der Tagesordnungspunkt 4 - Sonderprüfung gemäß Beschluss vom 23. Juli - sorgt bereits vorab für Diskussionen. Obwohl eine Sonderprüfung durch den Landesrechnungshof beschlossen wurde, will Mandl parallel dazu offenbar auch externe Gutachter einschalten. Das provoziert nicht nur zusätzliche Kosten, sondern verstärkt den Eindruck, dass mit Vehemenz irgend etwas gegen die abberufenen Direktoren Herwig Wetzlinger und Thomas Koperna gefunden werden soll. Für Irritationen sorgte Mandl bereits vor Wochen, als er von nicht ins Projektmanagement involvierten Mitarbeitern eine "Privatführung" durch die Baustelle des "LKH neu" zu erhalten hoffte. Dabei ging es offenkundig auch um die Suche nach Mängeln oder Schwachstellen.













