Wer macht jetzt eigentlich was?
Franz Sonnberger ist jetzt Top-Manager in der Privatwirtschaft. Ein Ex-Politiker kehrt ins LKH Klagenfurt zurück.
Den Rücktritt von SPÖ-Chefin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig hat Franz Sonnberger via Kleine Zeitung Online aus dem fernen Atlanta (USA) mitverfolgt. "Ich bin froh, dass mich das nicht mehr tangiert", wollte der ehemalige Vorstand der Kärntner Spitalsholding Kabeg den Wechsel an der SPÖ-Spitze und die Ablöse von Spitalsreferent SPÖ-Landesrat Wolfgang Schantl nicht kommentieren.
Glock-Manager. An seinen Gehaltsstreit mit Schaunig, der zum Ausscheiden als Kabeg-Vorstand geführt hatte, dürfte Sonnberger kaum mehr denken. Als Top-Manager in einem Konzern mit Spitzenstellung auf dem Weltmarkt dürfte er jetzt deutlich mehr verdienen, worüber ihm jedoch die neue Aufgabe höchste Verschwiegenheit auferlegt. Der Industrielle Gaston Glock hat Sonnberger als Geschäftsführer an seine Seite geholt. Es ist noch nicht lange her, da hat Schaunig persönlich Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zum Betriebsbesuch zu Glock geführt, um sich informieren zu lassen, wie die berühmten Glock-Pistolen weltweit bei Polizei und Militär Furore machen. Dabei fungiert jetzt Sonnberger als Manager - von Österreich, aber auch von den USA aus. Weil das Unternehmen auf Diskretion Wert legt, geben weder Glock noch Sonnberger nähere Auskunft.
Schaunig statt Polley? Die Frage, ob Sonnberger den Konflikt suchte, um von der Kabeg auszusteigen, bleibt daher so offen, wie die Zukunft von Schaunig. Wie berichtet, könnte die Juristin die Kanzlei des in Ruhestand tretenden SPÖ- und Medienanwaltes Ulrich Polley übernehmen. Bei der Gebietskrankenkasse, die als Hafen für Schaunig kolportiert worden war, ließ Direktor Alfred Wurzer dem Vernehmen nach aus dem Urlaub ausrichten, dass er noch nicht an Pension denke.
Manager Schantl. Schantl schließt ein Comeback als Arzt aus. Er war ja vor seinem Einstieg in die Politik schon Manager bei der Siemens Medizin-Technik. "Ich kehre wohl wieder ins Medizin-Management zurück", sagt er.
Personalist Wiedenbauer. Fix ist das Revival eines anderen Ex-Politikers im LKH Klagenfurt: Ewald Wiedenbauer, ehemaliger SPÖ-Vizebürgermeister von Klagenfurt, macht derzeit als Pendler in Graz die Ausbildung zum Human-Resources-Manager (Personalentwickler) und will sie Ende 2008 mit dem Diplom abschließen. "Ab 1. 1. 2009 werde ich im Personalbereich des LKH Klagenfurt tätig sein", bestätigt Wiedenbauer. Auch bei ihm ist Gehalt kein Thema. Er bezieht die einjährige Gehaltsfortzahlung als Vizebürgermeister.














